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Tagesausblick Renten/Devisen: Deutsche Produktion im Mittelpunkt des Interesses

Helaba Floor Research - Forex - 07.12.2017 - Interactive Chart: EUREX:GG1! - FX:EURUSD

Die robuste Binnenkonjunktur in Deutschland und die Belebung des Welthandels haben dafür gesorgt, dass der deutsche Auftragseingang den dritten Monat in Folge gestiegen ist. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich bei der heute anstehenden Industrieproduktion ein Plus ab. Dafür spricht auch die robuste Stimmungslage. Zur Vorsicht mahnt allerdings das zweite Minus der PKW-Produktion in Folge und so sollten die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden. Überraschungspotenzial machen wir nicht aus. Erst im nächsten Berichtsmonat scheint die Automobilbranche wieder deutlich besser abzuschneiden. Auch andere europäische Länder berichten dieser Tage ihre Produktionszahlen. So konnte Spanien bereits mit einem Monatsplus von 0,6 % die Konsensschätzung übertreffen. Morgen melden Großbritannien und Frankreich die Oktoberwerte. Trotz guter Stimmung in der Industrie wird bei den britischen Daten mit einer Stagnation gerechnet, während in Frankreich solide Zahlen erwartet werden. Vor dem Hintergrund der jüngsten volkswirtschaftlichen Rahmendaten hat EZB-Chef Mario Draghi per saldo wohl dennoch keinen Bedarf, Veränderungen an der avisierten Geldpolitik vorzunehmen. Während die wirtschaftlichen Entwicklungen und Perspektiven anhaltend freundlich sind, ist der Preisdruck (vor allem ohne Nahrungsmittel und Energie) als moderat und im Sinne der EZB als zu gering einzustufen.

In den USA gibt es kaum fundamentale Impulse, denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden wohl auf dem Niveau der letzten Wochen liegen und die Fed-Zinserwartungen nicht wesentlich beeinflussen. Aufmerksamkeit erhält unverändert die politische Ebene. Nicht nur die sich anbahnende Steuerreform oder die Nordkorea-Krise, sondern auch das Thema Jerusalem birgt Verunsicherungspotenzial.

Rentenmarkt: Kontraktwechsel

Heute findet der Wechsel auf den März-Kontrakt statt, der mit einem Abschlag von knapp 30 Ticks einhergeht. Das technische Bild bleibt davon unberührt. Zuletzt hat sich die Situation etwas aufgehellt, sodass ein Test des bisherigen Kontrakthochs bei 163,67 möglich erscheint. Kurse darüber würden Potenzial bis 163,92 und 164,52 eröffnen. Unterstützungen lokalisieren wir bei 162,96 und 162,79. Trading-Range (März-Kontrakt): 162,50 – 163,60.

EUR-USD: 100-Tagelinie unterschritten

Der Euro tendierte gestern schwächer und notierte im Tief bei 1,1781 und unterschritt das 38,2 %-Retracement des November-Aufwärtstrends. Mit vier verlustreichen Tagen in Folge trübt sich die technische Lage ein. MACD und Stochastic stehen im Verkauf und sind weiter nach unten gerichtet. Die markante Unterstützung in Form der 100-Tageline bei 1,1798 wurde gebrochen, sodass Luft bis zur 55-Tageline bei 1,1768 oder sogar bis zum Bereich um 1,1713/22 besteht. Die erste Hürde ist bei 1,1877 zu finden. Darüber müsste sich der Euro noch am Widerstand bei 1,1907 beweisen, um wieder in den November-Aufwärtstrend einzutreten. Auf fundamentaler Seite stehen heute keine Veröffentlichungen an, welche neue Impulse geben. Neue Informationen zur Steuerreform haben in den nächsten Tagen und Wochen das Potenzial, für Einfluss zu sorgen. Trading-Range: 1,1790 – 1,1880.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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