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ETFs: Korrektur führt zu Gewinnmitnahmen

Börse Frankfurt - Indizes - 14.11.2017

14. November 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit den Verlusten an den Börsen überwiegen auch am ETF-Handel die Gewinnmitnahmen. "Wir hatten das erste Mal seit langer Zeit einen Verkaufsüberhang", berichtet Andreas Bartels von der Commerzbank mit Blick auf die vergangene Woche. 52 Prozent Abflüsse hätten 48 Prozent Zuflüssen gegenübergestanden. Die Umsätze blieben mit 39.200 Transaktionen aber hoch. "Es war viel los, wenn auch nicht ganz so viel wie in der Woche davor", stellt auch Oliver Kilian von der Unicredit Group fest.

Der DAX, der vergangenen Dienstag noch auf ein Rekordhoch von 13.525,56 Punkten geklettert war, liegt aktuell nur noch bei 13.085 Zählern. Auch die US-Börsen verbuchten Verluste, wenn auch geringere: Der Dow Jones schloss gestern bei 23.448 Punkten, das Allzeithoch von vergangener Woche lag bei 23.602 Zählern.

Industrieländeraktien fliegen aus Portfolios

Nach den kräftigen Gewinnen seit Anfang September wurden Aktien-ETFs nun überwiegend abgegeben. Bartels meldet Verkäufe in DAX-ETFs, in Euro Stoxx-Trackern hätten sich Zu- und Abflüsse auf die Woche gesehen noch die Waage gehalten. Leichte Abgaben meldet der Händler für S&P 500- und MSCI World-Tracker (WKN A0RPWH). Auch breit aufgestellte Emerging Markets-Tracker standen auf den Abgabelisten. "Nur bei MSCI ACWI-ETFs haben wir fast nur Käufe gesehen."

Bei der Unicredit ist das Bild ähnlich: Anleger verabschiedeten sich von Euro Stoxx-ETFs (WKN 593395, 794357), während in USA-Aktien wie dem Amundi S&P 500 (WKN A1C0B5) beide Seiten gespielt wurden. Nur für asiatische und Emerging Markets-Aktien meldet Kilian Positionierungen, etwa mit dem iShares MSCI Emerging Markets (WKN A0HGWC).

Japan: hohe Kurse für Ausstieg genutzt

Thema war auch Japan: Dort hatte der Nikkei 250 vor einer Woche mit 23.382,15 Punkten den höchsten Stand seit fast 26 Jahren erreicht. "Die Abgaben dominierten", stellt Bartels fest. Umsatzstärkste ETFs an der Börse Frankfurt waren der db x-trackers MSCI Japan Index Euro hedged (WKN A1C5E6) und der iShares MSCI Japan Euro hedged (WKN A1C5E6).

Gewinnmitnahmen bei Technologie-ETFs

Im Handel mit Branchen-ETFs dominierten einmal mehr Banken-Indexfonds (WKN 628930, A0F5UJ), die diesmal überwiegend abgegeben wurden, wie Bartels feststellt. Ebenfalls verkauft wurden Immobilien-ETFs, während in Energie- und Telekommunikations-Indexfonds die Positionierungen überwogen.

Kasse gemacht wurde Bartels zufolge auch in Technologie-ETFs wie dem iShares Stoxx Europe 600 Technology (WKN A0H08Q). Der kommt auf Sicht von zwölf Monaten aber immer noch auf ein Plus von 36 Prozent. Vergleichsweise hohe Umsätze verzeichnete auch der iShares TecDAX (WKN 593397), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt zeigt. Der ETF kann für die vergangenen zwölf Monate sogar mit einem Plus von 47 Prozent aufwarten. Weiter zugegriffen wird Bartels zufolge hingegen in Produkten, die die Roboter- und Automatisierungsbranche abbilden (WKN A2ANH0, A12GJD). "Das ist längerer Trend, auf den derzeit viele setzen. Die ETFs konnten in kurzer Zeit viel Geld ansammeln."
BartelsBartels

Spekulieren auf den Zinsanstieg

Im Anleihen-Bereich konzentrierten sich Kunden der Unicredit auf High Yield-, Emerging Markets- und Inflation Linker-ETFs. High Yield-Indexfonds wie der iShares Euro High Yield Corp Bond (WKN A1C3NE) wurden meist abgegeben, Inflation Linker wie der db x-trackers II iBoxx Global Inflation-Linked (WKN DBX0AL) hingegen gekauft. Bartels berichtet von anhaltenden Käufen im ComStage Commerzbank Bund-Future Short (WKN ETF562), mit dem auf fallende Anleihekurse bzw. steigende Zinsen gesetzt werden kann. Abgesehen davon trennten sich Anleger eher von längeren Durationen und positionierten sich in kürzeren.

von: Anna-Maria Borse
14. November 2017, © Deutsche Börse AG

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