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Bund Future - Erwartete Trading Range: 160.65-161.82

Helaba Floor Research - Bonds - 12.10.2017

Trading Range: 160.65-161.82
Tendenz knapp behauptet

Der Rückzieher der katalonischen Regionalregierung im Kampf um die Unabhängigkeit sorgte für Erleichterung an den internationalen Finanzmärkten. Der spanische Ministerpräsident Rajoy fordert allerdings Puigdemont im Anschluss ultimativ auf zu erklären, ob die Unabhängigkeit ausgerufen wurde oder nicht. Antwortet die Regierung in Barcelona gemäß spanischer Verfassung nicht innerhalb von fünf Tagen, kann Madrid die Regionalregierung entmachten und so die Weichen für Neuwahlen stellen. Zwar schein fürs erste die größte Gefahr gebannt, der Streit ist jedoch noch lange nicht ausgestanden.

So unübersichtlich die Lage in Spanien bleibt, so zurückhaltend agierten die Akteure an den internationalen Finanzmärkten. Weiter fehlt Aktien jeder Schwung, den Dax- Index über die Marke von 13.000 Punkten zu hieven. Umgekehrt verhindert das immer noch hohe Sicherheitsbedürfnis einen stärkeren Rückgang der Bondpreise.

Bundesanleihen setzten ihre Konsolidierung fort, die schwindende Risikoaversion tat der Nachfrage allerdings kaum Abbruch. Die Versteigerung 5-jähriger Bundesobligationen über 3 Mrd. Euro verlief bei einer 1.5fachen Überzeichnung problemlos. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln verharrte bei 84 BP. 10-jährige Bonds aus Frankreich (25.Mai 2028 0.88 %) und Belgien (0.73 %) behaupteten ihren Abstand zu Bunds.

An den Bondmärkten der EU- Peripherie schlug sich die Erleichterung am deutlichsten nieder. Der Risikoaufschlag 10-jähriger spanischer (1.62 %), italienischer (2.15 %) und portugiesischer Staatsanleihen (2.31 %) ermäßigte sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 8, 5 bzw. 8 BP. Die Aufstockung 5- und 10-jähriger PGBs traf auf ordentliche Nachfrage und spülte 1.25 Mrd. Euro in die Staatskasse.

Am US- Bondmarkt sind die Kurse leicht gestiegen. Die Auktion der 10- jährigen Notes im Volumen von 20 Mrd. USD verlief bei einem 2.54fachen Nachfrageüberhang und 69.1 % indirekten Geboten ausgesprochen erfolgreich. Die 3-jährigen Notes liefen okay. Reaktionen auf das Protokoll der Notenbanksitzung im September gab es kaum. Viel wurde über die niedrige Inflation diskutiert, die einigen Ratsmitgliedern Sorge bereitet. In Fernost können freundliche Aktienbörsen die unverändert gute Stimmung bei US- Treasuries nicht trüben.

Der Bund- Kontrakt (161.17) verlor 12 Stellen, Bobl (131.18) und Schatz (112.135) gehen 5 bzw.1 Tick niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe steigt auf 0.47 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen weitet sich auf 116 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 2 BP niedriger bei 2.34 %. Der Euro klettert auf 1.188 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 51 Dollar.

Ab heute richtet sich das Augenmerk an der Datenfront auf die Vereinigten Staaten. Die Erzeugerpreise (0.4 %/2.6 %; Kernrate 0.2 %/2 %) liefern einen Vorgeschmack auf die morgen anstehenden Verbraucherpreise. Flankiert werden die Zahlen von den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (250K). Die Industrieproduktion in der Eurozone (0.6 &/2.6 %) sollte nach den Ergebnissen der einzelnen Volkswirtschaften kaum Überraschungspotential parat halten und wie die endgültigen französischen Verbraucherpreise für September (-0.1 %/1 %) nur am Rande interessieren.

Am Primärmarkt bietet Italien heute 3-,7- und 30-jährige BTPs im Volumen von zusammen 7.5 Mrd. Euro an. Das amerikanische Schatzamt versteigert 30- jährige Bonds im Volumen von 12 Mrd. USD.

ASFINAG platzierte eine von Österreich garantierte 7-jährige Anleihe im Volumen von 750 Mio. Euro bei Midswap -17 BP. Das Orderbuch der 7-jährigen DSL erreichte ein Volumen von über 17 Mrd. Euro, der Zuteilungsbetrag von 6.57 Mrd. Euro bei 12 BP über der vergleichbaren Bundesanleihe lag im oberen Bereich der anvisierten Spanne.

Technik:

Der Bund-Future verlor im Handelsverlauf leicht an Boden und schloss (161.17) 12 Stellen unter Vortagsniveau. Im Tageschart sind keine eindeutigen Signale auszumachen. Auf Wochenbasis erkennt man Stabilisierungsansätze.

Widerstände sehen wir bei 161.49 (Hoch v. 09.10.), 161.68/69 (Hoch v. 10.10./Wochentrend), 161.82 (Hoch v. 04.10.), 161.98 (Hoch v. 25.09), 162.22 (Tief v. 07.09) und 162.70 (Hoch v. 12.09).

Unterstützungen liegen bei 161.07 (Tief v. 09.10.), 160.79 (Tief v. 29.09.), 160.65 (Tief v. 03.10.), 160.59 (Tief v. 06.10.), 160.24 (Tief v. 28.09.) und 159.80 (61.8 %- Retracement von 157.55 bis 163.43).

Unterstützungen 161.07 160.79 160.56
Widerstände 161.49 161.68
161.82

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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