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Tagesausblick Renten/Devisen: Europäische Produktionszahlen im Blick

Helaba Floor Research - Forex - 10.10.2017

Den Auftakt in Sachen Produktionsdaten gab Deutschland gestern mit einem kräftigen Plus von 2,6 % VM. Dieses war zwar auch dem ungewöhnlich frühen Sommerferien in einigen Bundesländern geschuldet, dennoch zeugt es insgesamt von einer soliden konjunkturellen Entwicklung. Produktionsdaten des Monats August stehen heute in einer Reihe von EU-Staaten an. So liefern die französischen und italienischen Werte zusätzliche Hinweise auf die Industrieproduktion der Eurozone, die am Donnerstag zur Veröffentlichung ansteht. Die Konsensschätzung geht von leichten Zuwächsen etwa auf dem Niveau des Monats Juli aus. Nationale Stimmungsindikatoren unterstützen die freundliche Perspektive, das EU-Produktionstrendbarometer mahnt im Falle Italiens aber zur Vorsicht. Interessant erscheint auch der Blick auf die britischen Outputdaten. Das Britische Pfund ist derzeit gefangen zwischen den „Brexit“-Sorgen und den Erwartungen von Zinserhöhungen seitens der Bank von England. Ein Zinsschritt wird im Laufe der nächste Monate erwartet und ist marktseitig mehrheitlich, aber nicht zu 100 % eskomptiert. Eingehende Konjunkturdaten könnten also durchaus noch Impulse in die eine oder andere Richtung geben. Die Produktion wird im August mit einem leichten Anstieg erwartet und auch hier sind Stimmungsindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes ein stützender Faktor. Die Stahlproduktion ist allerdings gesunken. Wegen des geringen Anteils kann dies aber nur indikativ gedeutet werden. Per saldo sollte ein kleines Plus wahrscheinlich sein, sodass wir nicht von einer positiven Überraschung ausgehen

Bund-Future behauptet sich

Nach einer durchwachsenen letzten Woche konnte der Bund Future gestern freundlich starten und den Abstand zur Marke von 161,10 vergrößern. Der Future pendelt aber weiterhin um das 38,2 %-Retracement der Aufwärtsbewegung von Juni bis September (160,35 bis 162,07). Die Indikatoren deuten auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung hin. So signalisieren der ADX und das Kursmomentum eine trendschwache Bewegung. Seitens des Stochastic und des MACD hellt sich das technische Bild etwas auf, der Handelsauftakt dürfte heute aber erneut schwach ausfallen. Unterstützungen sind beim Vorwochentief von 160,65 und bei 160,24 gegeben. Widerstände lokalisieren wir bei 161,82 und 161,98. Trading-Range: 160,80 – 161,98.

Euro oberhalb wichtiger Unterstützungszone

Der Euro zeigte sich zum Wochenauftakt wenig bewegt und handelt weiterhin oberhalb der Unterstützungszone 1,1661/70, die sich vom Tief der letzten Woche und dem Augusttief herleiten lässt. Impulse fehlten auch angesichts des Feiertages in den USA. Heute anstehende Datenveröffentlichungen haben unseres Erachtens nicht das Potenzial, den Devisenkurs nachhaltig zu bewegen. Zwar ist das Thema Zinserwartungen bezüglich der Fed immer geeignet, Marktbewegung zu generieren, ein klares Signal für oder gegen einen Schritt im Dezember gibt es aber wohl nicht. Aufseiten der technischen Einflussfaktoren überwiegen weiterhin die Belastungen. Allerdings ist der Stochastic im überverkauften Bereich ein Signal dafür, dass zunächst eine Stabilisierung oberhalb von 1,1661/70 möglich ist. Sollte es dennoch zu einem Bruch kommen, sehen wir in einer ersten Beschleunigung der Abwärtsdynamik die Zielzone bei 1,1600/13. Hier ist die 100-Tagelinie zu finden und zudem das markante Zwischentief von Ende Juli. Widerstände zeigen sich bei 1,1779, 1,1788 und bei 1,1833. Trading-Range: 1,1720 – 1,1833.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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