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FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,1000 – 1,1130

Helaba Floor Research - Forex - 17.05.2017

US-Präsident Trump sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert – Dollar gibt ab.

Öl (LCF) fällt wieder zurück, notiert knapp oberhalb von 48 USD/Fass.

Die Stimmung unter Finanzmarktteilnehmern ist gut. Darauf hat die ZEW-Umfrage hingewiesen. Der Saldo der Konjunkturerwartungen legte auf 20,6 Punkte zu und die Lagebeurteilungen um knapp 4 auf 83,9 Punkte. Die Umfrage liefert eine positive Indikation für das ifo-Geschäftsklima, das in der kommenden Woche zur Veröffentlichung ansteht und bereits im Vormonat mit 112,9 Punkten auf den höchsten Stand seit Juli 2011 gestiegen ist. Die Konjunkturperspektiven in Deutschland sind günstig, nachdem die Wirtschaft bereits im ersten Quartal um 0,6 % VQ gewachsen ist. Die gesamte Eurozone legte gegenüber dem Schlussquartal 2015 um 0,5 % zu. Zusammen mit den robusten Stimmungsindikatoren hat die Europäische Zentralbank genug Argumente, die konjunkturelle Risikoeinschätzung bei der nächsten Ratssitzung Anfang Juni als ausgeglichen zu bezeichnen. Zuletzt haben sich mehrere EZB-Mitglieder in diese Richtung geäußert, unter anderem auch Peter Praet, Chefvolkswirt der Zentralbank. Seiner Ansicht nach werde im Juni über die Anpassung der Risikoeinschätzung entschieden. Allerdings müsse der Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik aufgrund der schwachen Lohndynamik und des geringen Preisdrucks behutsam vorgenommen werden.

Während Konjunkturzahlen in der Eurozone zuletzt mehrheitlich robust ausgefallen sind, gab es in den USA zum Teil Enttäuschungen. Stimmungsindikatoren, wie der Empire-State-Index, sind weiter auf dem Rückzug und auch realwirtschaftliche Daten konnten nicht immer überzeugen. Die Industrieproduktion überraschte zwar positiv, die Bauzahlen gaben aber unerwartet nach. Heute stehen keine wichtigen Datenveröffentlichungen im Kalender. Interessant wird es erst morgen mit dem Philadelphia-Fed-Index und dem Index der Frühindikatoren des Conference Boards. Ansonsten bleibt es im weiteren Wochenverlauf ruhig an der Datenfront, sodass Zinserwartungen vorerst wohl nicht weiter forciert werden.

EUR-GBP: Ungeachtet der überraschend hohen Preissteigerungsraten gab das Britische Pfund zum US-Dollar und noch mehr zum Euro ab. EUR-GBP konnte dabei die 55- und die 100-Tagelinien bei 0,8549 bzw. 0,8556 überwinden und ebenso die 200-Tagelinie bei 0,8597. Das ist 61,8 %-Retracement des Kursrückgangs seit Mitte März bei 0,8607 wurde nur knapp verfehlt. Die Indikatorenlage hellt sich derweil auf, wenngleich im Wochenchart noch keine Entwarnung gegeben werden kann.

EUR-USD: Der Euro befestigte sich im Hoch bis auf 1,1117 und ließ die Hürde bei 1,1023 klar hinter sich. Technische Indikatoren wie MACD, Stochastic und DMI unterstützen mit Aufwärtsbewegungen. Die Wiederstandlinie des Aufwärtstrends verläuft bei 1,1105. Jenseits dessen lokalisieren wir kleinere Widerstände bei 1,1123/31 und 1,1145. Anzeichen für Rücksetzer gibt es keine, auch datenseitig. Eine Haltezone sehen wir bei 1,1000/23. Trading-Range: 1,1000 – 1,1130

Helaba Floor Research
www.helaba.de

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