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Euwax Trends: Hexensabbat: DAX stabil über 12.000er Marke

Börse Stuttgart - Marktberichte - 17.03.2017

G20-Treffen in Baden-Baden

Das deutsche Börsenbarometer notiert am Nachmittag bei 12.098 Punkten mit 0,1 Prozent im Plus. Gestern war das deutsche Börsenbarometer im Hoch bei 12.156 festgestellt worden.

Heute tanzen die Hexen auf dem Börsenparkett. Als “Hexensabbat” wird der dreifache Verfallstag an den Terminbörsen bezeichnet. Dabei laufen Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf Aktien aus.

Ein Treffen der Finanzminister und Notenbank-Gouverneure der G20-Staaten in Baden-Baden könnte Impulse bringen. Bisher wurde bekannt, dass im Entwurf für das Abschluss-Kommuniqué (anders als bei früheren Treffen) keine Passage enthalten sei, in der sich die Teilnehmer gegen Protektionismus aussprechen. Einig sind sich die Delegationen, dass ein Wettlauf durch Währungsabwertungen vermieden werden solle und dass Währungsschwankungen schlecht für das Wirtschaftswachstum seien.

Für Gesprächsstoff sorgt unterdessen ein Zeitungsinterview mit EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny. Darin schließt er eine Zinserhöhung in der Eurozone vor Ablauf der billionenschweren Anleihekäufe der Notenbank nicht aus. Allerdings bezog er sich dabei nicht auf den Leitzins, sondern auf den Einlagenzins. Aktuell müssen Geschäftsbanken auf ihre Einlagen bei der EZB Gebühren zahlen. Der Zins liegt hier derzeit bei minus 0,4 %. Nach den Äußerungen trennten sich einige Anleger von europäischen Staatsanleihen. Dies trieb zum Beispiel die Rendite zehnjähriger deutscher Titel von 0,444 auf 0,473 Prozent.

E.on führt Kapitalerhöhung durch

Der Energieversorger E.on zapft nach dem Rekordverlust im Jahr 2016 den Kapitalmarkt an. Durch die Ausgabe von rund 200 Millionen Aktien sammelt der Versorger brutto rund 1,35 Milliarden Euro ein. Das entspricht 6,75 Euro je Aktie. Mit den Erlösen der Kapitalerhöhung will der Konzern einen Teil seines insgesamt zehn Milliarden Euro schweren Beitrags für den geplanten Atomfonds finanzieren. Am Mittwoch hatte E.on mit einem Jahresverlust von 16 Milliarden Euro seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Am heutigen Nachmittag notiert der Kurs bei 6,98 Euro mit 2,3 Prozent im Plus.

Frankfurter Flughafen geht auf Wachstumskurs

Fraport will nach dem ersten Passagierrückgang seit sieben Jahren wieder mehr Gäste an den Frankfurter Flughafen holen. Deren Zahl soll in diesem Jahr um zwei bis vier Prozent gesteigert werden. Um die Trendwende zu schaffen, haben die Hessen die irische Billigfluglinie Ryanair an den größten Airport Deutschlands geholt. Dies ärgert allerdings den Großkunden Lufthansa, der nun mehr Konkurrenz bekommt und die finanzielle Starthilfe des Flughafens für Ryanair kritisiert.

Der Jahresumsatz von Fraport stagnierte 2016 wegen der rückläufigen Passagierzahlen bei 2,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg allerdings um ein Viertel auf den Rekordwert von 1,05 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von Sondererlösen. Die Dividende soll um 15 Cent auf 1,50 Euro je Aktie erhöht werden. Der Aktienkurs kletterte heute um bis zu 5,1 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 63,56 Euro.

Korruptionsverdacht lastet auf Airbus

Die ausgeweiteten Korruptionsermittlungen gegen Airbus haben die Aktien des Flugzeugbauers belastet. Die Titel verloren in Paris bis zu 1,9 Prozent auf 68,99 Euro.

Nach den britischen gehen nun auch die französischen Behörden einem Betrugs- und Bestechungsverdacht nach. Hintergrund sind Kreditabsicherungen für Airbus, welche die Behörden in Großbritannien, Deutschland und Frankreich vorläufig gestoppt hatten. Es geht dabei um Finanzierungen von Airbus-Exportgeschäften mit Kunden, die auf normalen Markt-Wegen kaum möglich oder sehr teuer wären.

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index lag am Nachmittag im negativen Bereich. In dieser Phase setzte die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger mit Knock-out-Puts und Put-Optionsscheinen auf fallende Notierungen des DAX.

Trends im Handel

An der Euwax wurde auch heute rege mit Knock-out-Calls auf die Ölsorte Brent gehandelt, allerdings bildete sich dabei kein klarer Mehrheitstrend heraus.

Dies gilt auch für die stärker gehandelten Knock-out-Puts auf die Deutsche Bank.

Überwiegend gekauft wurden dafür Knock-out-Calls auf Gold.

Außerdem waren Call-Optionsscheine auf BMW, Hugo Boss und SAP sehr gefragt.

Börse Stuttgart TV

Eigentlich ist alles ganz simpel: Etablierte Unternehmen stellen jungen und dynamischen Start-Ups Risikokapital zur Verfügung, um einerseits an deren finanziellen Erfolg zu partizipieren und um andererseits neue Technologien und Kompetenzen an sich zu binden. Am Ende profitieren – im besten Fall – beide Parteien. So weit, so einfach. Doch die Praxis sieht oftmals leider etwas anders aus, was nicht zuletzt für die Gesamtwirtschaft gravierende Folgen nach sich ziehen könnte. Weshalb, erläutert Prof. Andreas Kuckertz von der Universität Hohenheim, bei Börse Stuttgart TV

Quelle: Börse Stuttgart AG (http://www.boerse-stuttgart.de)

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