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NASDAQ Analyse – Dynamik geht jetzt auch dem NASDAQ verloren!

RoboForex I B. Wachsmann - Indizes - 29.08.2016

Auch der Technologieindex NASDAQ scheint in den vergangenen Handelstagen etwas an Dynamik eingebüßt und sein Bewegungshoch bei 4.839 Punkten gefunden zu haben. Dabei hat der NASDAQ 660 Punkte ohne nennenswerte Korrektur nach dem Brexit gut gemacht und damit auch ein neues Allzeithoch generiert. Der Tech-Sektor erlebte somit ein dynamisches Comeback. Aber auch die längste und dynamischste Rally bekommt ihre Bremsspuren. Anleger sollten daher in den kommenden Tagen Vorsicht walten lassen und ein striktes Risikomanagement beachten.

Übergeordnete Marktsituation NASDAQ - 29.08.2016

Aus dem langfristigen Tageschart ergeben sich für eine eventuelle Korrektur zwei Unterstützungsbereiche. Zum einen das bisherige Allzeithoch bei 4.734 Punkten und zum anderen das Zwischenhoch vom 19. April bei 4.571 Punkten. Hier verläuft gleichzeitig noch die 100er-EMA (gelb gestrichelt).

Auf der Oberseite hat sich bei 4.837 Punkten ein Widerstandsbereich ausgebildet, welcher bereits zweifach getestet worden ist. Eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung kommt erst wieder auf die Agenda wenn der Nasdaq diesen Bereich dynamisch nach oben hin überwinden und auch nachhaltig verteidigen kann. Auf dem derzeitigen Kursniveau stellt dies aber nicht das Kernszenario dar, da die technische Situation stark überkauft ist.

Hierfür spricht insbesondere die Distanz des Kurses zu den exponentiellen Durchschnittslinien. Zuletzt hat sich der Nasdaq im November 2015 im Rahmen seiner Jahresendrally soweit von der 200er-EMA entfernt. Darauf folgte umgehend die Korrektur. Ein ähnliches Bild ergab sich auch im Dezember letzten Jahres. Aus dieser Perspektive scheint eine Korrektur in den kommenden Tagen wahrscheinlich und Anleger sollten sich entsprechend darauf vorbereiten.

Unterstützungen und Widerstände:

Unterstützungen:

4.756
4.682
4.571
4.500

Widerstände:

4.816
4.836
4.900
4.430

Ausblick für den NASDAQ:

Aus dem Tageschart ergeben sich weitere Korrekturziele wenn man die vergangene Rallybewegung zu Grunde legt. Ein erstes Korrekturlevel stellt dabei die 50er-EMA (rot gestrichelt) in Verbindung mit dem 23,6er-Retracement dar. Selbiges gilt für das 38,2er-Retracement. Auf diesem Kursniveau befindet sich neben der 100er-EMA (gelb gestrichelt) noch das Zwischenhoch aus April bei 4.571 Punkten, was dieser Unterstützung nochmal eine verstärkte Bedeutung zukommen lässt.

Sofern auch diese Unterstützung nicht verteidigt werden kann rückt die 200er-EMA in den Fokus der Anleger. Die 200er-EMA befindet sich mit dem 50er-Retracement auf identischem Kursniveau und stellt zugleich den letzten Unterstützungsbereich dar, wo eine exponentielle Durchschnittslinie mit einem Fibonacci-Retracement einhergeht. Sofern die übergeordnete bullishe Situation erhalten bleibt und sich der wirtschaftliche Ausblick nicht deutlich verschlechtert, dürften diese Korrekturniveaus zunächst ausreichen um die überkaufte technische Situation wieder auszugleichen.

Wichtige Wirtschaftsdaten für die kommende Handelswoche:

Montag

Die kommende Handelswoche beginnt aus Sicht der Wirtschaftsdaten sehr ruhig. Am Montag stehen um 14:30 Uhr lediglich Zahlen aus den USA auf der Agenda. Der PCE-Kernrate-Index sowie die Privatausgaben der Amerikaner im Juli dürften wenn überhaupt nur für geringe Kursbewegungen sorgen. Die Privatausgaben messen die Veränderung der Summe der Gesamtausgaben von Verbrauchern für Waren und Dienstleistungen. Im Juli gehen die Prognosen von einem Anstieg um 0,3 Prozent aus. Im Juni wurde noch ein Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnet.

Dienstag

Auch der Dienstag bringt bis auf das CB-Verbrauchervertrauen keine nennenswerten Daten für die Finanzmärkte mit sich. Das CB Verbrauchervertrauen misst das Level des Verbrauchervertrauens in wirtschaftlichen Aktivitäten und gilt als leitender Indikator für die US-Wirtschaft, da es Rückschlüsse auf die Verbraucherausgaben zulässt. Für den August wird das CB-Verbrauchervertrauen unverändert bei 97,3 Punkten erwartet.

Mittwoch

Am Mittwoch kommt dann die Woche aus Sicht der Wirtschaftsdaten richtig in Schwung. Unter anderem stehen die deutsche Arbeitslosenquote, der Verbraucherpreisindex für die Eurozone und die ADP Arbeitsmarktdaten aus den USA auf der Agenda. Den Beginn machen die Zahlen zur deutschen Arbeitslosenquote um 09:55 Uhr. Diese Rate misst die Veränderung der Anzahl von Arbeitslosen in Deutschland. Nachdem die Anzahl der Arbeitslosen im Juli um 7.000 zurückgegangen war, wird für August ein Rückgang von 4.000 erwartet. Damit bestätigt sich der rückläufige Trend seit April 2016, als noch ein Rückgang von 16.000 verzeichnet werden konnte. Die erste Prognose für den europäischen Verbraucherpreisindex folgt um 11:00 Uhr. Dabei wird erwartet, dass die Inflation leicht anzieht und die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 0,3 Prozent anziehen konnten. Im Juli legten die Verbraucherpreise noch um 0,2 Prozent zu. Um 14:15 Uhr MEZ stehen dann die ADP Arbeitsmarktzahlen aus den USA im Programm. Im Juli sind hier 179.000 neue Stellen geschaffen worden. Im August gehen Experten hingegen nur von 164.000 neuen Stellen aus. Die ADP-Arbeitsmarktdaten erwiesen sich in der Vergangenheit nur bedingt als Indikator für den entscheidenden US-Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics am Freitag. Dennoch sollten Anleger diese Daten nicht ignorieren und im Auge behalten. Um 16:30 Uhr schließen Daten zum US-Erdöllagerbestand der EIA den Tag ab. Hinsichtlich der Entwicklung von WTI sind diese Zahlen regelmäßig von erheblicher Bedeutung und nehmen direkten Einfluss auf Rohölpreis. Anleger sollten diesen Termin daher unbedingt auf der Agenda haben.

Donnerstag

Am Donnerstag steht dann die Veröffentlichung der weltweiten Einkaufsmanagerindizes im Fokus der Anleger. Unter anderem stehen hier Zahlen aus China, Deutschland, Großbritannien und den USA im Programm. Den Beginn macht der Caixin-China-PMI in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 03:45 Uhr MEZ. Nach einem Wert von 50,6 Punkten im Juli wird für August ein Wert von 50,2 Punkten erwartet. Um 09:55 Uhr folgt der deutsche Einkaufsmanager-Herstellungsindex. Hier liegen die Erwartungen für August bei 53,6 Punkten. Damit wird mit keiner Veränderung im Vergleich zum Juli gerechnet. Die Prognose vom 23. August würde damit ebenso bestätigt werden. Der Einkaufsmanagerindex (HPI) aus Großbritannien wird im Anschluss um 10:30 Uhr veröffentlicht. Hier gehen Experten wieder von einem ansteigenden Wert aus und prognostizieren einen Wert von 49,1 Punkten. Im Juli wurde hier mit 48,2 Punkten noch der schlechteste Wert seit März 2013 verzeichnet. Den Abschluss macht das amerikanische Pendant um 16:00 Uhr MEZ. Hier sieht die Konsensmeinung einen Wert von 52,4 Punkten für den August voraus. Im Juli lag der Wert mit 52,6 Punkten nur geringfügig höher.

Freitag

Freitag steht dann der US-amerikanische Arbeitsmarkt im Fokus. Die Veröffentlichung der sog. Non-Farm-Payrolls steht um 14:30 Uhr MEZ auf der Agenda. Nachdem sich der amerikanische Arbeitsmarkt in den vergangenen beiden Perioden überraschend stark gezeigt hatte und das FED verstärkt unter Druck setzte, gehen Experten für August wieder von rückläufigen Zahlen aus. Insgesamt wird erwartet, dass 164.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden sind. Im Juli wurden noch 255.000 neue Stellen geschaffen. Dabei wird spannend zu sehen sein, ob der Arbeitsmarkt erneut die Erwartungen deutlich übertrifft und wie der Aktienmarkt darauf reagieren könnte. Zumindest eine höhere Volatilität können Anleger bereits einplanen. Die Arbeitslosenquote der USA wird ebenfalls um 14:30 Uhr veröffentlicht. Nach 4,9 Prozent im Juli wird für August eine Quote von 4,8 Prozent erwartet.

Alle Handelstermine finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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Autor: Benedikt Wachsmann, RoboForex

Über den Autor

Benedikt Wachsmann arbeitet als Chartanalyst für RoboForex.de und veröffentlicht jede Woche sehr anschauliche Einschätzungen der aktuell beliebtesten Märkte.
Schon vor dem Beginn seines Studiums zum Diplom-Finanzwirt, welches er erfolgreich abschließen konnte, sammelte Herr Wachsmann die ersten Erfahrungen an den Kapitalmärkten. Nach nur kurzer Zeit entdeckte er den charttechnischen Ansatz für sein eigenes Trading und spezialisierte sich daraufhin auf dem Gebiet der technischen Analyse.
Seine Position als geschäftsführender Gesellschafter eines Investmentclubs ermöglicht es Ihm in ständigem Kontakt mit Gleichgesinnten zu stehen, was Ihm hilft immer wieder neue Eindrücke und Blickwinkel zu entdecken, die er dann in seine Analysen und den Eigenhandel einbringen kann.
Das lebendige an seinen charttechnischen Analysen ist die Tatsache, dass er nicht nur auf die wichtigsten Unterstützungen und Widerstände im Chart eingeht, sondern auch einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse der kommende Woche wirft und so die verschiedensten Szenarien und Einflussfaktoren bildlich darstellt.

RoboForex

Das Unternehmen RoboForex ist ein internationaler Forex | CFD Broker, der sich in nur kurzer Zeit zu einem der führenden Finanzdienstleister von Finanzprodukten an verschiedensten Finanzmärkten etabliert und das Vertrauen von Tausenden von Kunden gewonnen hat. Seit dem Zeitpunkt der Gründung im Jahr 2010 ist RoboForex auf beste Handelsbedingungen und ein qualitativ hochwertiges Angebot an Dienstleistungen für alle Kunden fokussiert. Die Hauptvorteile des Unternehmens sind der ausgezeichnete Ruf, die persönliche Kundenbetreuung und die innovativen Technologien. Heute operiert RoboForex bereits aktiv und erfolgreich in sehr vielen Ländern weltweit und arbeitet kontinuierlich daran das Feld seiner Aktivitäten zu erweitern und neue Bereiche auszubauen. Risikohinweis:http://www.roboforex.de/ueber-uns/risikohinweis - Zur Webseite www.roboforex.de

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