Wissen I Grundlagen Optionsscheine

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Turbo Bulls&Bears I Stop Loss

Grundlagen Optionsscheine

[citywarrants.com] - Turbo Bulls & Bears sind eine spezielle Variante der Turbo Optionsscheine. Im Gegensatz zu den normalen Turbos besitzen sie eine Stop Loss Marke und ermöglichen dem Anleger eine automatische Verlustbegrenzung einzuziehen. Turbos Stop Loss ähneln einem Future ohne Nachschusspflicht. Der Verlust ist somit immer auf das eingesetzte Kapital begrenzt. Sobald der Basiswert die Stop Loss Marke berührt, wird der Turbo vorzeitig fällig. Der Anleger erhält dann ggf. eine Rückzahlung.

Funktionsweise
Ein Turbo Stop Loss besitzt eine Laufzeit und einen Basiswert. Er ermöglicht dem Anleger sowohl auf steigende (Turbo Stop Loss Bull) als auch auf fallende Kurse (Turbo Stop Loss Bear) zu setzen. Allerdings erlöschen die Rechte aus dem Turbo Stop Loss, sobald die Stop Loss Marke erreicht beziehungsweise unterschritten (Bull) oder überschritten (Bear) wird. Läuft der Turbo Stop Loss bis zur geplanten Fälligkeit, erhält der Anleger die Differenz von Strikepreis zu Schlusskurs des zugrunde liegenden Basiswertes. Der Turbo Stop Loss ähnelt teilweise einem Future Investment. Die Finanzierung wird sowohl beim Bull als auch beim Bear eingerechnet. Der wesentliche Unterschied ist, dass bei diesem Wertpapier im Gegensatz zum Future keine Marginbeziehungsweise Nachschusspflicht besteht. Der maximale Verlust ist somit auf den Kapitaleinsatz beschränkt.

Vorteile dieses Konstrukts
• Transparentere Preisfindung
• ein hoher Hebel, der sowohl bei steigenden Märkten (Bull) als auch bei fallenden Märkten (Bear) eingesetzt werden kann
• ein auf den Einsatz beschränktes Risiko • durch den automatischen Stop Loss werden ggf. positive Rückzahlungswerte dem Kunden automatisch gut geschrieben. Das vereinfacht dem Kunden die Risikoüberwachung

Hohe Hebelwirkung
Turbos machen die Bewegung des Basiswertes, d.h. ihr Delta bleibt im Gegensatz zu normalen Optionsscheinen über die gesamte Laufzeit nahezu konstant. Steigt z.B. der DAX um 1 Punkt, steigt auch der Turbo um 1 Punkt und umgekehrt (unter Beachtung des Ratios). Der Vorteil ist jedoch der deutlich geringere Kapitaleinsatz, den man für einen Turbo benötigt. Bei einem Turbo Bull Stop Loss zahlt man lediglich die Differenz aus aktuellem Indexstand (Aktienkurs) minus Basispreis zuzüglich eines Aufgeldes. Die Hebelwirkung ist also wesentlich höher. Eine leichte Bewegung des Basiswertes führt also zu einer wesentlich höheren Preisveränderung des Turbos, als wenn man die Aktie oder gar ein Index-Zertifikat kauft. Beispiel: Kauf eines Turbo Bull Stop Loss zu EUR 3,30 bei einem DAX-Stand von 2.954 Punkten. Der Turbo Bull hat einen Basispreis von EUR 2.650 und eine Stop Loss Marke bei EUR 2.750. Das Bezugsverhältnis beträgt 0,01, Laufzeitende ist der 18.06.03. Ein DAXIndex- Zertifikat kostet jedoch EUR 29,54. Steigt der DAX z.B. von EUR 2.954 auf 3.400 (446 Punkte oder +15,1%), dann steigt das Index-Zertifikat ebenfalls nur um 15,1% von EUR 29,94 auf EUR 34,00. Der Turbo steigt jedoch von EUR 3,30 auf 7,61 (446x0,01 = 4,46 Euro bzw. 131%). Durch den geringen Kapitaleinsatz bewegt sich der Turbo also wesentlich schneller als das Zertifikat. Die Hebelwirkung steigt an, je näher sich der zugrunde liegende Basiswert der Stop Loss Schwelle annähert und umgekehrt.


Das Auf- und Abgeld
Die Preise von Turbo Bulls & Bears entsprechen nicht exakt dem inneren Wert. Turbo Bulls Stop Loss werden mit einem Aufgeld, Turbo Bears Stop Loss oft mit einem Abgeld gehandelt. Das Aufgeld bei Turbo Bulls erklärt sich folgendermassen: Der Anleger muss für den Turbo Bull nur einen Bruchteil dessen aufwenden, was er für den Basiswert, etwa eine Aktie, aufwenden müsste. Den Rest, den er spart, kann er zu x-Prozent am Kapitalmarkt anlegen. Dadurch entsteht ihm ein Zinsvorteil, der das Aufgeld darstellt. Bei Turbo Bulls auf Aktien wird allerdings die Dividende vom Aufgeld abgezogen.

Im nebenstehenden Beispiel beträgt das Aufgeld EUR 0,26 ((2.954–2.650)/100=3,04, 3,30-3,04=0,26)

Bei einem Turbo Bear Stop Loss jedoch bindet der Anleger Kapital, während der Verkäufer einer Aktie den Gegenwert zu x-Prozent am Kapitalmarkt anlegen kann. Dadurch erleidet der Inhaber eines Turbo Bears einen Zinsnachteil, der durch das Abgeld wieder ausgeglichen wird. Beispiel: Preis eines Turbo Bear Stop Loss mit Basispreis EUR 3.300 und Stop Loss EUR 3.200, Laufzeit 18.06.03: Preis: EUR 3,07 (DAX-Stand: EUR 2.954). Innerer Wert des Turbo Bears: (3.300-2.954)/ 100 =3,46, Abgeld = 3,46-3,07= 0,39 Mit abnehmender Laufzeit bauen sich Auf- und Abgeld kontinuierlich ab. Da das Aufgeld bei Turbos jedoch geringer ist als bei normalen Optionsscheinen, ist auch der Zeitwertverlust bei Turbos wesentlich geringer.

Zu vernachlässigender Volatilitätseinfluss
Die Chancen und Risiken, die sich bei normalen Optionsscheinen aus Volatilitätsänderungen ergeben, sind bei Turbo Stop Loss Scheinen zu vernachlässigen.

Die Stop Loss-Marke
Sobald der Basiswert bei einem Turbo Bull Stop Loss die Stop Loss Marke berührt oder unterschreitet, verfällt der Turbo vorzeitig. Der Anleger erhält dann ggf. einen Rückzahlungswert ausbezahlt. Im obigen Beispiel endet die Laufzeit des Turbo Bull also vorzeitig, wenn der Dax auf EUR 2.750 zurück fällt. Der obige Turbo Bear Stop Loss wird ausgestoppt, wenn der Dax die Schwelle von EUR 3.200 nach oben hin berührt. Die Stop Loss-Marke liegt bei einem Turbo Bull Stop Loss immer oberhalb des Basispreises, bei einem Turbo Bear Stop Loss immer unterhalb des Basispreises.

Rückzahlung bei vorzeitigem Stop Loss
Im Gegensatz zu Turbo Optionsscheinen erhält der Investor bei einem Turbo Stop Loss ggf. einen Rückzahlungswert, der im ungünstigsten Fall auch Null betragen kann. Sobald der Basiswert die Stop Loss Marke berührt oder durchschreitet, wird der Turbo ausgestoppt. Ausgangspunkt für den Rückzahlungswert ist der durch die Auflösung der bestehenden Hedgeposition innerhalb von maximal 60 Minuten erzielte Erlös. Die dabei gehandelten Kurse stellen den sogenannten Referenzpreis dar. Falls es sich bei dem zugrunde liegenden Hedge nicht um ein Kassaprodukt (z.B. eine Aktie), sondern einen Future handelt, muss zur Berechnung des Referenzpreises der aktuelle Barwert ermittelt werden. Die Differenz aus Referenzpreis und Basispreis des Strikepreises ergibt den Auszahlungswert.

Rückzahlung bei ursprünglicher Fälligkeit
Bei einer Fälligkeit am Ende der ursprünglichen Laufzeit erhält der Anleger die Differenz aus Basispreis und Schlusskurs des zugrunde liegenden Basiswertes.

Tipps für den richtigen Umgang:
• Arbeiten Sie trotz eingebauter Stop Loss Marke eng mit Limiten
• verfolgen Sie aufmerksam das Marktgeschehen
• Kaufen Sie nicht zu nahe an der Stop Loss Marke • Beachten Sie, dass ein höherer Hebel auch ein höheres Risiko bedeutet.

Prospekt
Weitere Einzelheiten bezüglich des Produkts entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt. Diesen können Sie kostenlos bei der Citibank AG in Frankfurt anfordern. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie das Produkt verstanden haben und sich über die im Prospekt genannten Risiken im Klaren sind, bevor Sie in das Produkt investieren.

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