Wissen I Grundlagen Optionsscheine

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Der richtige Schein

Grundlagen Optionsscheine

Bevor Sie einen Optionsschein auswählen, sollten Sie sich ausführlich Gedanken über Ihre Erwartungen an den Basiswert machen.
Wichtig ist zu wissen ob es eine kurzfristige Spekulation werden soll, oder ob Sie evtl. die Gewinne einer Aktie aus Ihrem Depot über den Spekulationszeitraum retten wollen.
Dabei sollten Sie nicht nur die möglichen Gewinne einschätzen, sondern auch auswerten welchen Verlust Sie bereit sind in Kauf zu nehmen.
Wenn Sie sich über diese Punkte im klaren sind, sollten Sie sich mit Hilfe von Filtern, wie sie z.B. von optionsscheine.de angeboten werden, eine Liste der in Frage kommenden Optionsscheine aufstellen.

Dabei sollten Sie je nach Vorhaben die Laufzeit und das Omega beachten.
Da zu Ende der Laufzeit der Wert schneller an Wert verliert, ist ein Optionsschein mit kurzer Laufzeit allenfalls für wirklich kurze Spekulationen zu empfehlen.

Das Omega drückt die tatsächliche Hebelwirkung aus, d.h. um wie viel der OS bei einem Prozent Kurssteigerung des Basiswertes der OS steigt.
Daran lässt sich die mögliche Chance bzw. das Risko des OS abschätzen.
Beispiel: Die Aktie steigt um 3%, das bedeutet bei einem Omega von 10 das der OS um 30% zulegen würde bzw. um 30% gegen Sie laufen könnte.

Haben Sie nun eine erste Auswahl anhand des Omegas getroffen, dann sollten Sie als nächstes einen Blick auf das Aufgeld werfen.
Dabei sollten Sie die Scheine mit einem hohen Aufgeld am besten gleich aus der Liste streichen, da OS mit einem höheren Aufgeld meist auch ein höheres Theta besitzen und der Wertverlust bei einem Volatilitäsrückgang grösser ist.

Grundsätzlich sollte der Basispreis nahe am Kurs des Basiswertes liegen, also möglichst im Geld, da hier das Aufgeld und der Zeitwertverlust gewöhnlich wesentlich geringer ist.

Als weitere Kennzahl sollte die implizite Volatilität beachtet werden, da nach einer volatilen Marktphase ein Volatilitätsrückgang für einen starken Wertverlust des OS sorgen kann.
Hier sollte der Schein mit der niedrigsten impliziten Vola gewählt werden.

Zusammenfassung:
• Omega beachten für mögliche Gewinn-/Verlustschätzung
• hohes Aufgeld = hoher Wertverlust bei Volatilitätsrückgang
• geringe Laufzeit = hoher Zeitwertverlust, allenfalls für Daytrader interessant
• Basispreis nahe am aktuellen Kurs = Schein im Geld
• niedrige implizite Volatilität

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