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Auslandsaktien: E-Mobilität kaum aufzuhalten

Börse Frankfurt - Indizes - Aktien - 01.03.2018 - Interactive Chart: XETR:TL0 - FWB:GRU

1. März 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Bereits im Vorfeld des Genfer Autosalons sorgen die Meinungen der Vorstände in der Automobilindustrie zu den Antriebstechnologien der Zukunft für Diskussionen. Laut KPMG glauben über die Hälfte von 907 interviewten Automobilmanagern an ein Scheitern der Elektromobilität. Eine Zukunft für elektrisch betriebene Fahrzeuge sehen demnach lediglich 31 Prozent der Befragten. In den ganz großen der Branche mit einem jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden US-Dollar gehen laut der Unternehmensberatung gar 83 Prozent der Unternehmenslenker von einem Scheitern der Elektromobilität aus.

Den Grund sehen die Unternehmenslenker insbesondere in der fehlenden Infrastruktur. Neben Ladestationen gehöre zu einem funktionierenden System ein auf die zusätzlich benötigte Kapazität ausgelegtes Stromnetz. Bislang seien die Netze nicht nur in Deutschland dafür kaum vorbereitet. Die Mehrheit der Befragten vermuten in der Brennstoffzelle auf lange Sicht eine bessere Alternative.

Weltweit steigen die Verkäufe

Trotz aller Skepsis entwickelt sich der Markt für Elektroautos laut Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) prächtig. Im Vergleich zum Vorjahr sei der weltweite Bestand um 55 Prozent auf 3,2 Millionen Stromfahrzeuge deutlich angestiegen. Eine Schlüsselrolle spiele China, wo mittlerweile mehr als 1,2 Millionen solcher Autos über die Straßen rollten. In den USA sei die Zahl der Elektromobile um 195.000 auf über 750.000 Stück geklettert. Bleibe die Wachstumsrate annähernd auf dem Niveau von 2017, werde die Zahl der jährlichen Neuzulassungen bei E-Autos 2025 weltweit über 25 Millionen erreichen.

Tesla in China gut positioniert

Davon profitiert unter anderem Tesla (WKN A1CX3T). Allein in China konnte der Elektroautobauer seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf über 2,03 Milliarden US-Dollar verdoppeln, wie Walter Vorhauser von der Oddo Seydler Bank feststellt. Gleichzeitig hätten die Kalifornier im Vorjahresvergleich mit 14.000 verkauften Elektrofahrzeugen im Reich der Mitte ein Plus von 27 Prozent erreicht. "Bis 2020 rechnet das Unternehmen mit einer Absatzsteigerung auf 65.000 Autos."

Getragen werde der Optimismus unter anderem durch die wachsende Zahl von Ladestationen. "Mittlerweile deckt Tesla die chinesischen Regionen im Jangtse-Delta, im Pearl River-Delta, in Beijing-Tianjin-Hebei und Chengdu-Chongqing ab." Neben den rund 1.000 Superchargern zum Aufladen der Tesla-Modelle in einer Stunde gebe es 2.000 weitere Ladestationen. Die Aktie von Tesla legte in der Gemeinschaftswährung seit Jahresbeginn von 263 auf 280 Euro. Anfang 2017 notierte der Wert bei 205 Euro. Elektroantrieb für bessere Luft in Städten

Auf alternative Antriebe setzt auch BYD (WKN A0M4W9). "Build Your Dreams ist das chinesische Tesla", meint Christopher Steinhöfel von der Baader Bank. Derzeit mache sich BYD zudem einen Namen als Anbieter von Elektrobussen, die zunehmend in Städten zum Einsatz kämen. "Dafür errichtet das Unternehmen eine 31 Millionen US-Dollar teure Fabrik in Indien, wo auch die Batterien produziert werden sollen."

Von den insgesamt für dieses Jahr geplanten 200.000 Elektrofahrzeugen gingen die meisten PKW an chinesische Kunden. "Mit den Bussen ist BYD mit Produktionsstätten in den USA, Südamerika und Europa auch international erfolgreich." Die Aktie von Build Your Dream büßte seit dem Hoch im Oktober zwar an Wert ein. Dennoch erkennt Steinhöfel Potenzial nach oben. Ein wichtiger Faktor sei der zunehmende politische Wille zur Verbesserung der Luft in Städten.

Geely bleibt auf Expansionskurs

Mit Lynk & Co möchte Geely Automobile (WKN A0CACX) künftig die westlichen Kunden überzeugen. Nach dem Start der neuen Marke in China plant der chinesische Automobilkonzern für dieses und das kommende Jahr die Einführung in Europa und Nordamerika. Elektro-, Hybrid- und Plug-in-Hybrid sollen die Fahrzeuge antreiben. Dazu werde es einen Benziner geben.

Dass Li Shufu ein Händchen für aussichtsreiche Geschäfte in der Autobranche hat, stellte der Firmenchef Vorhauser zufolge unter anderem durch die Übernahmen von Volvo, London Taxi, Lotus und der LKW-Sparte von Volvo unter Beweis. "Zuletzt kamen für rund 7,5 Milliarden Euro 9,7 Prozent der Daimler-Aktien hinzu." Die Aktie von Geely entfernte sich zwar etwas vom Hoch im November. Auf Eurobasis verdreifachte sich der in Hongkong gelistete Wert aber seit Anfang 2017 von 0,90 auf 2,65 Euro. Für Vorhauser ist Geely gut positioniert.

1. März 2018, © Deutsche Börse AG

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