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EUR/USD-Analyse: Starker EUR und USD im Gleichgewicht?

Admiral Markets - Forex - Analysen - 31.01.2018 - Interactive Chart: FX:EURUSD

In der letzten Woche stand US-Pr√§sident Donald Trump im Mittelpunkt des Weltwirtschaftsforums in Davos. Seine Rede und sein Auftreten wurde mit Spannung erwartet ‚Äď aggressive Abschottungsrhetorik blieb dabei aber gr√∂√ütenteils aus und der Pr√§sident gab sich offen f√ľr internationale Zusammenarbeit. Dennoch √ľberschattete sein Auftreten alle anderen wichtigen Finanznachrichten der Woche. Die europ√§ische Politik wartet weiterhin auf eine neue Bundesregierung, w√§hrenddessen brummen die amerikanische und europ√§ische Wirtschaft. Sowohl EUR und USD sind daher aktuell stark und scheinen sich in einem Gleichgeweicht zu befinden.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

R√ľckblick (24.01.2018 - 30.01.2018)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2309 und damit √ľber dem Niveau f√ľnf Handelstage zuvor. Der EUR markierte gleich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums sein Tief bei 1,2302. Er konnte sich bereits am Mittwoch deutlicher erholen und sich knapp √ľber die 1,2400 schieben. Am Donnerstag folgte zun√§chst ein weiterer kleinerer R√ľcksetzer an die 1,2390, der aber sofort zur√ľckgekauft wurde. Der EUR stieg dann im Rahmen der EZB Sitzung am Nachmittag weiter an und markierte bei 1,2537 das Hoch im Betrachtungszeitraum. Diese Bewegung wurde im Nachgang zwar wieder ab verkauft, der EUR konnte sich am Freitag aber wieder erholen und bis an die 1,2490 steigen. Er schaffte es aber nicht, die 1,2500 erneut zu √ľberwinden. Der Wochenbeginn war von teilweise leichteren Notierungen gekennzeichnet. Der EUR setzte bis Montagabend deutlicher zur√ľck und konnte sich erst im Bereich der 1,2335 stabilisieren und im Nachthandel erholen. Am Dienstagmorgen ging es zun√§chst an das Tagestief des Vortags. Hier konnte sich der EUR dann absto√üen und deutlich erholen. Der stieg im Handelsverlauf am Dienstag bis an die 1,2450, setzte von hier aus aber wieder zur√ľck, konnte sich im Zuge dessen aber √ľbergeordnet √ľber der 1,2400 halten.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag deutlich √ľber dem Level f√ľnf Handelstage zuvor. Der EUR konnte am Donnerstag der letzten Handelswoche ein dreieinhalb Jahre Hoch formatieren. Das Tief lag ebenfalls deutlich √ľber dem Level der Vorperiode. Damit hat sich der EUR weiter festigen k√∂nnen. Der EZB Sitzung am Donnerstag der letzten Handelswoche ist es geschuldet, dass die Range deutlich √ľber der Vorperiode und √ľber dem Jahresdurchschnitt lag.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite vermutet, dass der EUR mit dem √úberschreiten der die 1,2429/31 weiter bis an die 1,2441/43 laufen k√∂nnte. Die Bewegung hat sich zwar eingestellt, das Anlaufziel wurde jedoch deutlich verfehlt, das Setup hat damit nicht gegriffen. Die R√ľcksetzer gingen nicht unter die 1,2300, unsere unteren Anlaufziele wurden damit nicht erreicht.

Wochenhoch*: 1,2537 Vorwoche 1,2306
Wochentief*: 1,2302 Vorwoche 1,2177
Wochenschluss: 1,2428
Wochen-Range*: 235 Pips Vorwoche 129 Pips

Wie könnte es weitergehen?

EUR/USD-WS: 1,2437/55....1,2542.....1,2664....1,2812.....1,2964/83
EUR/USD-US: 1,2329.....1,2276.....1,2198/37.....1,2043/18.....,11940/26

Weitere Widerst√§nde/Unterst√ľtzungen k√∂nnen dem Chart entnommen werden

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

Box-Bereich: 1,2039 bis 1,0504
Tagesschlusskurs-Marken: 1,2741 und 1,2139
Intraday-Marken: 1,2566 und 1,2272
Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick f√ľr die kommenden f√ľnf Handelstage:

Chartcheck

Das √ľbergeordnete Bild ist nach wie vor bullisch zu interpretieren. Der EUR hat sich in den letzten Handelstagen weiter nach oben schieben k√∂nnen und hat die 1,2500 erreicht, konnte sich jedoch nicht √ľber diesem Level festsetzen. Dies kann aber durchaus in den kommenden Handelstagen noch der Fall sein. Nachdem der EUR vor gut 12 Monaten noch bei 1,030/1,0500 notierte und viele von der Parit√§t ausgegangen sind, hat das W√§hrungspaar in den letzten Monaten ein fabelhaftes Reversal abgebildet.

Im 4h Chart notiert der EUR aktuell im Bereich der EMA 20. Sollten sich zwei Kerzen unter dieser Linie etablieren, so k√∂nnte der EUR zun√§chst zur√ľcksetzen. Gelingt aber ein Tagesschluss √ľber der 1,2420, so w√§re der Weg an die 1,2500 frei. Sollte es der EUR nicht schaffen, sich √ľber die EMA20 im 4h Chart zu schieben, so k√∂nnten die Abgaben √ľbergeordnet bis in den Bereich der 1,2095/90 gehen.

Rahmenbedingungen

Die USA haben mehrfach bekr√§ftigt, dass sie an einem schwachen Dollar interessiert sind. Dies ist eine Abkehr von einer Jahrzehnte alten Doktrin. Ein starker Dollar hat es zwar f√ľr US Unternehmen schwieriger gemacht zu exportieren, die USA konnten sich aber immer g√ľnstig verschulden. Dieser Aspekt scheint in der Bewertung offensichtlich noch nicht ausreichend Ber√ľcksichtigung gefunden zu haben. Die EZB ist am Donnerstag der letzten Woche jedoch verbal nicht auf den hohen EUR Kurs eingestiegen, bzw. hat dazu eine konkrete Position bezogen.

Am Mittwoch steht die n√§chste FED Sitzung an. Es ist nicht zu erwarten, dass √Ąnderungen in der US Geldpolitik bekannt gegeben werden. Es ist die letzte Sitzung von Janet Yellen, somit k√∂nnten die bereits in Aussicht gestellten Zinsschritte noch einmal wortreich best√§tigt und bekr√§ftigt werden. Zu erwarten ist, dass die Zinsen in den USA deutlich st√§rker und schneller steigen werden als in Europa. Bereits in diesem Jahr k√∂nnen drei weitere Zinsschritte folgen. Damit wird die US Verschuldung immer teuerer. Die neuen Infrastrukturma√ünahmen sind in der aktuellen Verschuldung √ľberhaupt noch nicht ber√ľcksichtigt. Der Handlungsspielraum der US Regierung wird kurzfristig nicht gr√∂√üer werden.

Zum Markt in den kommenden f√ľnf Handelstagen:

Der EUR k√∂nnte zun√§chst versuchen, sich √ľber der 1,2430 zu etablieren. Gelingt dies, so k√∂nnte er dann versuchen, die 1,2451/53, die 1,2463/65 bzw. die 1,2478/80 zu erreichen. √úber der 1,2478/80 k√∂nnte der EUR dann die 1,2489/91, die 1,2502/04, die 1,2512/14 anlaufen. Schafft er es, sich √ľber die 1,2512/14 zu schieben, so k√∂nnte er dann die 1,2524/25, die 1,2536/38, die 1,2549/51 und die 1,2562/64 erreichen. Mit dem √úberschreiten der 1,2562/64 w√§ren dann die 1,2575/77, die 1,2588/90, die 1,2598/1,2600 und die 1,2610/12 die n√§chsten Anlaufmarken.

Kann sich der EUR nicht √ľber der 1,2430 etablieren, so w√§re mit R√ľcksetzern zu rechnen, die zun√§chst bis an die 1,2415/13, an die 1,2404/02 und dann weiter bis an die 1,2390/92 gehen k√∂nnten. Rutscht der EUR unter die 1,2390/92 so w√§ren die 1,2378/76, die 1,2365/63, die 1,2353/51 und die 1,2330/28 die n√§chsten Anlaufmarken. Unter der 1,2330/28 k√∂nnte der EUR dann die 1,2317/15, die 1,2305/03 und dann die 1,2294/92 anlaufen. Kann er sich bei 1,2294/92 nicht erholen, so w√§ren die 1,2279/77, die 1,2263/61, die 1,2251/49 und die 1,2238/36 die n√§chsten relevanten Anlaufziele auf der Unterseite.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage

31.01.2018 ‚Äď USA: FED-Zinsentscheid
02.02.2018 ‚Äď USA: Arbeitslosenquote
05.02.2018 ‚Äď USA: ISM Einkausmanager-Index
06.02.2018 ‚Äď USA: Handelsbilanzsaldo

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Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4

Im Namen von Admiral Markets w√ľnsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!
Ihr Jens Chrzanowski
Gesch√§ftsf√ľhrer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH, admiralmarkets.de

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