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Tagesausblick Renten/Devisen: Dienstleistungsindizes auf hohem Niveau

Helaba Floor Research - Forex - 05.12.2017 - Interactive Chart: EUREX:GG1! - FX:EURUSD

Stimmungsindikatoren stehen heute im Mittelpunkt des Interesses, denn in den wichtigsten Volkwirtschaften werden die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes bzw. des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes veröffentlicht. Am frühen Morgen haben bereits Japan und China berichtet. Den Auftakt in Europa gibt Spanien, gefolgt von Italien. In beiden Ländern gibt es keine Vorabschätzungen und so erscheinen die Daten interessanter als die endgültigen Werte in Frankreich, Deutschland und der Eurozone, die allesamt den vorläufigen Zahlen zufolge zugelegt haben und etwa auf diesen Niveaus bestätigt werden dürften. Angesichts dessen und vor dem Hintergrund der festeren Industrie-PMIs in Spanien und Italien sind die Vorgaben für die entsprechenden Service-PMIs freundlich. Einzig das von der EU-Kommission für Spanien erhobene Service-Vertrauen hat im Berichtsmonat nachgegeben und mahnt in diesem Fall vor zu viel Optimismus, weshalb wir kein Überraschungspotenzial auf der Oberseite ausmachen. Per saldo erwarten wir jedoch eine Untermauerung des Wachstumsszenarios in der Eurozone, sodass der Jahresausklang von einer anhaltenden hohen konjunkturellen Dynamik geprägt sein sollte. Die im Vorfeld anstehende spanische Industrieproduktion hat vermutlich wenig marktbewegenden Charakter, weist aber wohl mit einem soliden Plus auf das robuste Umfeld hin.

Rentenmarkt: Politische Börsen haben kurze Beine

Mit der nachlassenden Risikoaversion und der Erholung an den Aktienmärkten hat der Future einen Teil seiner am Freitag erzielten Kursgewinne wieder abgegeben. Damit zeigt sich einmal mehr, dass politische Börsen (Russland-Affäre, US-Steuerreform) nur von kurzer Dauer sind. Die heute anstehenden Stimmungsindikatoren dies- und jenseits des Atlantiks dürften ihre sehr hohen Niveaus per saldo behaupten, sodass von dieser Seite keine Unterstützung für den Rentenmarkt zu erwarten ist. Zwar konnte der Bund-Future wichtige Widerstände überwinden und ein neues Kontrakthoch markieren, die Indikatoren im Tageschart zeichnen aber ein uneinheitliches Bild. MACD und Stochastic schwanken um ihre Signallinien, das Kursmomentum ist neutral und der sehr niedrige ADX weist auf eine trendlose Marktverfassung hin. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die Konsolidierung zunächst fortsetzen. Widerstände lokalisieren wir bei 163,63 und 163,92, Unterstützungen sind bei 162,59 und 162,24 zu finden.

Euro in schwierigem Fahrwasser

Der Fortschritt der US-Steuerreform im Senat drückte den Euro in die Verlustzone. Nun müssen die Reformentwürfe des Repräsentantenhauses und des Senats noch in Einklang gebracht werden. Die charttechnische Lage trübt sich derweil ein. Der kurzfristige, seit Anfang November bestehende Aufwärtstrend wurde unterschritten. Die Unterstützungslinie verläuft heute bei 1,1874. Zudem steht der Stochastic im Verkauf und der MACD dreht nach unten. Unterstützungen lokalisieren wir im Bereich 1,1807/18 sowie an den 100- und 55-Tagelinien bei 1,1792 bzw. 1,1772. Erste Hürden bestehen im Bereich um 1,1940/61. Die Widerstandslinie des kurzfristigen Aufwärtstrendkanals bei 1,2090 ist hingegen noch in weiter Ferne.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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15.12.2017 – 07:30 Uhr (Werbemitteilung): EZB-Chef Mario Draghi hatte gestern keine Überraschungen parat. Der Leitzins verharrt weiterhin bei null Prozent. Hinweise auf eine baldige Zinserhöhung gibt es nicht. Für den DAX ging es leicht abwärts. Auch heute dürfte der deutsche Leitindex schwächer in den Handel starten. Angesichts schwacher Vorgaben aus den USA sehen wir den DAX zur Stunde bei 13.044 Punkten, minimal im Minus. ... mehr

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