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Wie finde ich den perfekten Broker für mein Trading?

L. Erichsen - Trading-Brief - Indizes - 23.09.2015

In 10 Schritten zum perfekten Broker:

1. Regulierung des Brokers

Zypern war jahrelang ein Eldorado für viele Broker. Man konnte mit relativ wenig Kapital und ohne allzu große Hürden eine Lizenz erlangen. Zudem galt auf der Insel ein Steuersatz von nur zehn Prozent, was dazu führte, dass die Stadt Limassol zu einer Art „Silicon Valley“ für die Brokerindustrie wurde. Ein paar seriöse aber meist doch eher zwielichtige Firmen siedelten sich dort an und versuchten über die Hintertür innerhalb der EU Kunden einzuwerben. Dass dies nach hinten losgehen kann, zeigte schon 2007 die Pleite der Forexone. Die Kunden sahen das meiste ihres Geldes nie wieder, da dieses verschwunden war. Nun macht Zypern wieder negative Schlagzeilen durch eine wahrscheinliche Sondersteuer auf Bankeinlagen. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie als Anleger unbedingt auf den Sitz der Firmen schauen. Besonders gut und streng reguliert sind Firmen in Deutschland und England. Der Vorteil von Deutschland besteht auch noch darin, dass im Notfall ein Rechtsstreit nach deutschem Recht ausgetragen werden kann und auch keine Sprachbarriere herrscht.

Mein TIPP: Achten Sie unbedingt darauf, dass der Broker in Deutschland oder England reguliert ist. Deutschland bietet den Vorteil, dass man noch einfacher mit der Firma kommunizieren kann!

2. Einlagensicherheit

Jeder Trader hat Geld auf seinem Konto das er für sein Trading benötigt. Daher sollte man auch bestrebt sein, dass dieses Geld so gut wie nur irgendwie möglich geschützt ist. Hier kommt das Thema Einlagensicherheit zur Sprache. Dabei muss man wissen, dass zwar Sparkonten bis 100.000 Euro gesichert sind, jedoch Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften, wie es beim CFD- und Devisenhandel der Fall ist, nur bis 20.000 Euro geschützt sind. Hier bietet England jedoch einen großen Vorteil. Dort sind Einlagen aus derartigen Geschäften bis 56.000 Pfund durch das FSCS gesichert. Dies entspricht aktuell 65.000 Euro.

Mein TIPP: England bietet eine höhere Einlagensicherung als Deutschland. Allerdings ist eine Bankenpleite deutscher Banken sehr unwahrscheinlich. Mein Tipp ist, dass man eine Firma mit Sitz in Deutschland suchen sollte die das Kundengeld in England verwahrt. Dadurch kommt man in den Genuss der englischen Einlagensicherung.

3. Trennung von Kundengeldern

Die Segregation (Trennung) von Kundengeldern ist ein sehr wichtiger Punkt. Es geht dabei darum, dass der Broker sein Geld welches er für seine Tätigkeit benötigt, vom Vermögen der Kunden trennt. Mittlerweile ist dies Standard für seriöse Firmen. Dadurch wird sichergestellt, dass im Falle einer Insolvenz das Kundengeld nicht in die Insolvenzmaße gelangt, sondern frei bleibt und von den Kunden abgezogen werden kann.

Mein TIPP: Firmen mit solider Regulierung bieten dies mittlerweile ohnehin alle an.

4. Kundenbetreuung und Sprache

Viele Deutsche sprechen zwar englisch oder verstehen es zumindest, doch ist es eine ganz andere Welt Handelsaufträge oder Plattformschulungen auf Englisch zu machen. Achten Sie daher unbedingt
bei der Wahl des Brokers darauf, dass dieser einen deutschsprachigen Kundendienst anbietet und dieser auch der deutschen Sprache wirklich mächtig ist. Es gibt nichts Ärgerlicheres als einen guten Trade zu verlieren oder gar ein Minus zu machen, weil sich Trader und Broker gegenseitig nicht oder nicht richtig verstehen.

Mein TIPP: Dieser Punkt ist relativ einfach. Rufen Sie den Kundendienst an. So finden Sie schnell heraus ob dieser kompetent ist und für Sie geeignet. Wer natürlich fließend englisch spricht, kann auch rein englischsprachige Broker verwenden!

5. Handelsplattform

Weltweit handeln inzwischen mehr als 500.000 Händler mit der beliebten MetaTrader Plattform. Diese ist inzwischen in der Variante MetaTrader 4 und MetaTrader 5 verfügbar. Es gibt jedoch auch einige Broker die anstatt des MetaTrader eigene Entwicklungen verwenden. Diese können teilweise deutlich umfangreicher sein, doch stellt sich zuerst immer die Frage was der Trader will. Der MetaTrader bietet den großen Vorteil, dass durch die Vielzahl von Tradern, die diese Plattform verwenden, auch eine große Gemeinschaft im Internet vorhanden ist, die sich regelmäßig in Foren trifft und austauscht.
Entwicklungen von anderen Benutzern wie Indikatoren, Handelssysteme (EAs) oder andere Werkzeuge können sofort in der eigenen Plattform verwendet werden. Dies ist bei so gut wie allen anderen Plattformen nicht möglich, da die Benutzerzahl deutlich geringer ist als bei MetaTrader.

Mein TIPP: Testen Sie den MetaTrader einfach in einem kostenlosen Demokonto. Sagt Ihnen dieser nicht zu, gibt es auch andere Plattformen die man leicht finden und auch testen kann.

6. Produktpalette

Ein paar Broker überschlagen sich geradezu mit Werbeaussagen zu ihrer Produktpalette. Teilweise 8.000 Werte, mancher bietet sogar 10.000. Dies ist vollkommen überflüssig und sinnlos, da kein erfolgreicher Trader wirklich derart viele Werte benötigt. So viele Handelsinstrumente machen die Plattformen eher langsam und träge, da 8.000 bis 10.000 Kurse ständig im Sekundentakt aktualisiert werden müssen. Man sollte sich beim Handel von CFDs und Devisen eher auf weniger konzentrieren und das was man auch wirklich handelt. Die meisten werden ein paar Aktien sowie die bekannten Indizes (DAX & Dow Jones), Devisen wie EUR/USD und GBP/USD sowie Rohstoffe oder Zinsen handeln. Broker die das bieten, reichen vollkommen aus. Oftmals handeln erfolgreiche Trader lediglich 1 bis 2 Werte.

Mein TIPP: Wer 10.000 Werte will kann diese bekommen. Im Endeffekt werden doch nur maximal 12 bis 15 verschiedene Instrumente gehandelt. Daher reichen Broker mit weniger Werten (maximal 400), schneller Plattform und guter Übersicht der Basiswerte vollkommen aus.

7. Kundenunterstützung beim Handel

Ein guter Broker sollte seinen Kunden Zusatzsoftware für die Handelsplattform zur Verfügung stellen. Der MetaTrader ist zwar eine sehr gute Plattform, hat jedoch leider ein paar Schwächen. So gibt es kein direkt integriertes Orderbuch, kein Trading aus dem Chart und auch keine richtige Funktion für das Handeln mit nur einem Klick. Broker können hier jedoch Abhilfe schaffen, indem sie die Plattform verbessern. Man nennt dies auch „MetaTrader Tools“ die es im Netz gibt. Ein paar Broker sind hier bei der Entwicklung führend und bieten sehr gute Erweiterungen an.

Mein TIPP: Der Trader kann vom Broker eine erstklassige Plattform mit Zusatzwerkzeugen verlangen.

8. Aus- und Weiterbildung

Immer mehr Firmen setzen auf Ausbildung. Dies ist wichtig, da ein gut geschulter Kunde der Firma lange erhalten bleibt, wenn er erfolgreich handelt. Videos zur Plattformeinführung, E-Mail Schulungen, Webinare, Börsenbriefe, Blogs und vieles mehr gehören zur Tagesordnung.

Mein TIPP: Ein Broker sollte umfangreiche Infos rund um das Thema Trading bieten. So kann man sich als Kunde kostenlos weiterbilden und ständig Neues erfahren.

9. Handelskonditionen

Man mag es nicht glauben, aber es gibt immer noch Firmen die CFDs auf den DAX zu einem Spread (Unterschied zwischen An- und Verkauf) von 3 Punkten bieten oder EUR/USD für 2,3 Pips. Dies sind utopische Werte die viel zu teuer sind. Vergleichen Sie unbedingt auf der Seite des Brokers oder noch besser direkt beim Test der Plattform die Konditionen. Der CFD auf den DAX sollte bei 1,5 Punkten liegen und EUR/USD bei maximal 1,5 Pips.

Mein TIPP: Die Unterschiede mögen auf den ersten Blick gering aussehen. Doch im Laufe eines Jahres kommen schnell ein paar hundert Transaktionen zusammen. Der Unterschied im Spread kann dann einige Hundert bis einige Tausend Euro ausmachen und bei manchen Strategien sogar über Gewinn oder Verlust entscheiden. Vergleichen Sie daher genau.

10. ECN-Handel als Trend der Zukunft

Einige Broker bieten den Handel durch ein ECN-Netzwerk an. Dadurch hat der Trader mehr Liquidität, da bis zu 20 Banken an das Netzwerk angeschlossen sind und Kurse stellen. Die Spreads können dadurch bis auf 0,3 Pips bei EUR/USD absinken. Bisher gibt es nur wenige Broker die ECN Brokerage bieten, doch wird dies der Trend der Zukunft werden, da die Handelskonditionen unschlagbar niedrig sind.

Mein TIPP: Ein ECN-Konto ist für aktive Devisentrader das A und O. Man kann sich dadurch Tausende Euro an Mehrkosten im Jahr sparen. Und das nur durch einen Wechsel zu einem ECN-Broker!

Mein GESAMTFAZIT:

Wie Sie sehen, ist es gar nicht so leicht, den passenden Broker zu finden. Ich empfehle Ihnen deshalb, mehrere Broker zu testen und sich bei der Auswahl Zeit zu nehmen. Wenn Sie ein Broker bzgl. der Kontoeröffnung unter (zeitlichen) Druck setzt, sollten Sie von diesem Broker die Finger lassen.

Erfolgreiche Trades wünscht Ihnen
Ihre
Trading-Brief Redaktion
trading-brief.net

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