Research I Indizes

weitere Kolumnen & Analysen

Anzeigen

Geldanlage Report: Mein Long-Short-Experiment mit echtem Geld: Starker Start!

Armin Brack - Indizes - 13.04.2015

Lieber Geldanleger, vor knapp einem Monat hatte ich Ihnen an dieser Stelle meine neue Langfrist-Strategie vorgestellt.

Die Ausgangslage: Angesichts des sehr gut gelaufenen Aktienmarkts in den letzten f√ľnf, sechs Jahren und der deutlich erh√∂hten Bewertungsniveaus besteht mittelfristig ein erh√∂htes R√ľckschlagsrisiko f√ľr die M√§rkte.

Insbesondere wenn die sich in den USA bereits ank√ľndigende Zinswende Wirklichkeit wird und damit festverzinsliche Anlagen wieder attraktiver und dem Aktienmarkt etwas die Liquidit√§t abgraben werden, d√ľrfte auch die Jubelstimmung bei den Aktion√§ren abflauen.

Die Folge: Ich rechne auf Sicht von f√ľnf Jahren mit unterdurchschnittlichen Renditen am Aktienmarkt. Nach den Erfahrungen der letzten zehn Jahre k√∂nnte die Hausse in eine heftige Korrektur m√ľnden, gefolgt von einer Erholungsbewegung und einer anschlie√üenden l√§ngeren Seitw√§rtsbewegung.

Die zentrale Frage f√ľr Sie als Anleger: Wie k√∂nnen Sie in einem solch schwierigen Umfeld mit einer Langfrist-Strategie und ohne allzu gro√üen Zeitaufwand in den kommenden f√ľnf Jahren auch dann Geld verdienen, wenn die Indizes unter dem Strich nicht steigen?

Erschwerend kommt hinzu, dass wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen ist, dass rund 80 Prozent der aktiv gemanagten Aktienfonds ihre Benchmark nicht erreichen, also schlechter performen als der entsprechende Vergleichsindex.

Gleichzeitig zeigt auch die neueste Studie der DALBAR-Organisation, die Marktforschung im Bereich Finanzdienstleistungen durchf√ľhrt, dass am Ende bei Privatanlegern noch wesentlich weniger Rendite ankommt als vermutet: In den letzten 20 Jahren haben Aktienfondsanleger nur eine j√§hrliche durchschnittliche Rendite von 5,02 Prozent erzielt und damit 4,2 Prozent weniger als der S&P 500-Index.

Auch im Bullenmarkt der letzten drei Jahre vermehrten Aktienfondsanleger mit einem durchschnittlichen Plus von 10,87 Prozent ihr Geld wesentlich weniger stark als der S&P 500, der ein jährliches Plus von 16,2 Prozent schaffte.

Das liegt nat√ľrlich zum Teil daran, dass die Aktienfonds selber schw√§cher als der Gesamtmarkt performen, aber zugleich auch am schlechten Timing der Privatanleger, die sich zu sehr von Emotionen beeinflussen lassen.

Auch zu aktives Trading kann der Performance schaden, hat DALBAR herausgefunden. Offiziell wird das anhand der Portfolio Turnover Rate (Umschlagsrate) gemessen. Sie gibt an, wie viele Transaktionen auf Basis einer meistens jährlichen Berechnung im Vermögen eines Investmentfonds oder eines Wertpapierportfolios vorgenommen wurden. Das DALBAR-Fazit: Je höher die Umschlagsrate umso schlechter die Performance.

Alles in allem f√ľhrt das uns Privatanleger aktuell in ein Dilemma:

Eine reine Buy-and-Hold-Strategie nach dem Motto von Kostolany ("Aktien kaufen und schlafen legen") scheint angesichts der aktuellen Ausgangslage nach sechs Jahren Bullenmarkt wenig attraktiv.

Selbst wenn wir in einen der immer beliebter werdenden Indexfonds investieren und damit die Performance von DAX, S&P 500 und Co. mehr oder weniger nachbilden k√∂nnen (geringe Geb√ľhren, die die Performance schm√§lern fallen ja auch da an), droht am Ende eine Mini-Rendite, im Falle des besonders deutlich √ľberbewerteten US-Markts (siehe zyklisches KGV nach Shiller) sogar ein Verlust.

Aktives Trading scheint andererseits aber auch nicht die Lösung, sondern schmälert im Gegenteil die Performance sogar noch mehr.

Was also könnte eine sinnvolle Alternative sein? Eine marktneutrale Long-Short-Strategie!

Die funktioniert folgenderma√üen: Ich investiere eine bestimmte Summe, z.B. 50.000 Euro, in 20 verschiedene Aktien (die ich f√ľr attraktiv erachte, dazu weiter unten mehr). Man sagt dann auch, ich bin "long" in diesen Aktien.

Gleichzeitig aber verkaufe ich 20 andere Aktien (f√ľr die gleiche Summe) leer, das hei√üt, ich shorte diese Aktien. Daf√ľr leihe ich mir diese Aktien von meinem Broker aus und verkaufe sie dann, ohne sie vorher besessen zu haben. Man spricht hier auch vom "shorten".

So bin ich "marktneutral" investiert. Steigt der Markt gewinnen tendenziell meine "Longs" an Wert, die "Shorts" (bei denen ich ja einen negativen Bestand habe) aber auch. Insofern "neutralisiert" sich das. Umgekehrt das Gleiche: Fällt der Gesamtmarkt fallen meine "Longs", aber gleichzeitig fällt auch der (negative) Positionswert der "Shorts". Unter dem Strich ist das also ein Nullsummen-Spiel.

Falls das etwas schwer zu verstehen ist, hier die Erläuterung an einem konkreten Beispiel:

Aktie A: Bestand 100 St√ľck; Kurs 20 Euro. Positionswert 2.000 Euro.
Aktie B: Bestand -100 St√ľck; Kurs 20 Euro. Positionswert -2.000 Euro.
Saldo = 0 Euro.

Fall 1: Gesamtmarkt und Aktien steigen

Aktie A: Bestand 100 St√ľck; Kurs 21 Euro. Positionswert 2.100 Euro.
Aktie B: Bestand -100 St√ľck; Kurs 21 Euro. Positionswert -2.100 Euro.
Saldo = 0 Euro.

Fall 2: Gesamtmarkt und Aktien fallen

Aktie A: Bestand 100 St√ľck; Kurs 19 Euro. Positionswert 1.900 Euro.
Aktie B: Bestand -100 St√ľck; Kurs 19 Euro. Positionswert -1.900 Euro.
Saldo = 0 Euro.

Ich hoffe der grunds√§tzliche Mechanismus einer Long-Short-Strategie ist nun deutlicher geworden als im urspr√ľnglichen Artikel am 14. M√§rz.

Relative St√§rke √ľber einen langen Zeitraum f√ľhrt in der Folge zu Underperformance

Damit das Ganze am Ende nicht tats√§chlich zum Nullsummen-Spiel wird ist mein Ziel nat√ľrlich, dass die gekauften Aktien relativ zu den geshorteten Aktien besser performen. Oder anders formuliert: Steigt der Markt sollten die Longs st√§rker steigen als die Shorts und f√§llt der Markt sollten die Longs weniger stark fallen als die Shorts.

Die Auswahlkriterien f√ľr die Longs und Shorts sind sehr simpel gehalten. Ich hab das detailliert im oben verlinkten Artikel erl√§utert.

An dieser Stelle nur soviel: Einziges Auswahlkriterium ist die relative St√§rke. Der Statistik-Guru und Fondsmanager James P. O`Shaughnessy u.a. haben in Studien nachgewiesen, dass Relative St√§rke (d.h. Aktie X entwickelt sich √ľber den Zeitraum Y besser als ihre Benchmark)

- √ľber einen kurzen Zeitraum bis zu einem Jahr weitere relative St√§rke nach sich zieht (oder simpel formuliert: Aktien, die steigen, neigen dazu, weiter zu steigen). Daher funktionieren ja auch trendorientierte Strategien.

- √ľber einen Zeitraum von f√ľnf Jahren und mehr aber zu einer stark unterdurchschnittlichen Rendite in den darauf folgenden Jahren f√ľhrt.

Das ist auch logisch nachvollziehbar, denn die verschiedenen Branchen aus denen die Einzelwerte kommen, sind ja oft zyklisch. Das heißt, in Branche X läuft es in einem bestimmten Zeitraum extrem gut, also performen auch die Aktien aus dieser Branche extrem gut. Kommt der zyklische Abschwung in der Branche setzt der gegenteilige Effekt auf die Aktien ein.

Versch√§rft wird diese Tendenz dann noch durch bestimmte Modewellen. Wenn bestimmte Aktien √ľber einen l√§ngeren Zeitraum sehr gut performen wollen auf einmal alle diese Aktien haben und die Bewertungsniveaus werden dann in extreme H√∂hen getrieben.

Entsprechend fallen diese Aktien dann umso stärker, wenn der Hype abflaut. Beispiele gibt es viele, genannt seien an dieser Stelle Internet-Aktien, Biotech-Aktien, 3D-Druck-Aktien, Goldminen, Silberminen, Uranminen, Graphit.

Hier noch mal die konkreten Zahlen f√ľr den US-Markt, die O`Shaughnessy ermittelt hat:

Wer im Jahr 1955 (soweit reicht seine Datenbank zur√ľck) die 50 schlechtesten Kursperformer der vergangenen f√ľnf Jahre aus seiner Datenbank (die mehrere tausend Werte umfasst) gekauft und 10.000 US-Dollar in diese investiert hat, der hatte Ende 2003 17,04 Millionen US-Dollar.

Das ergibt eine durchschnittliche jährliche Rendite von 16,8 Prozent. Im selben Zeitraum hat die Gruppe "alle Aktien", in der alle Titel seiner Datenbank enthalten sind, eine Rendite von 12,6 Prozent per anno erzielt (Endbetrag 2,92 Millionen US-Dollar).

Das hei√üt: Mit dieser Strategie l√§sst sich der Markt deutlich schlagen. Noch bemerkenswerter ist aber die Schw√§che der Top-Performer: Wer zum gleichen Zeitpunkt in die 50 besten Performer der vergangenen f√ľnf Jahre investiert hat, der hat aus 10.000 US-Dollar nur 244.670 US-Dollar bzw. eine Rendite von 6,9 Prozent per anno erzielt.

Die Schlussfolgerung daraus ist f√ľr mich: Wenn ich gleichzeitig die schlechtesten Performer der letzten f√ľnf Jahre kaufe und die besten Performer verkaufe, dann kann ich aus der Performance der beiden Gruppen eine hohe Netto-Rendite erzielen.

Die ausgewählten Aktien

Es gibt in Deutschland vier gro√üe Aktienindizes, den DAX, den MDAX, den TecDAX und den SDAX. Ich habe am 16.03. aus allen vier Indizes die f√ľnf Werte, die in den vergangenen f√ľnf Jahren die schlechteste Performance erzielt haben gekauft und die f√ľnf Top-Performer der jeweiligen Gruppe leerverkauft.

Zus√§tzlich habe ich eine alte Lieblingsaktie von mir, die H&R AG (fr√ľher H&R WASAG; WKN: 775700) gekauft, weil ich sie f√ľr einen typischen Vertreter einer zyklischen Aktie halte, die zuletzt durch den fallenden √Ėlpreis noch zus√§tzlich gebeutelt worden ist.

Im Gegenzug habe ich Dialog Semiconductor (WKN: 927200) geshortet, weil es sich hier um einen zyklischen Wert handelt, der in den letzten f√ľnf Jahren extrem gut gelaufen ist und zus√§tzlich vom gigantischen Erfolg des iPhones profitiert hat.

Inzwischen wird H&R vom Markt so gepreist als ob sie nie wieder Gewinne schreiben werden (bei einem Umsatz von 1,06 Milliarden Euro in 2014 liegt die Marktkapitalisierung bei 222 Mio. Euro) und Dialog so als ob der Boom ewig weiter gehen w√ľrde (bei einem Umsatz von umgerechnet 1,08 Milliarden Euro in 2014 liegt die Marktkapitalisierung bei knapp drei Milliarden(!) Euro).

Damit wird uns nicht falsch verstehen: Nat√ľrlich hat Dialog als aktuell hochprofitables und innovatives Hightech-Unternehmen zu Recht eine deutlich h√∂here Marktkapitalisierung als H&R, die selbst vor Steuern und Zinsen in 2014 nur gerade so eben schwarze Zahlen geschrieben haben. Ich bin halt nur der Ansicht, dass das Ausma√ü der Bewertungsdifferenz √ľberzogen ist und die Anleger f√ľr Dialog zu optimistisch und f√ľr H&R zu pessimistisch sind.

Aber letztlich geht es auch gar nicht darum, bei Einzelwerten Recht zu behalten, sondern in der Summe der nun 21 gekauften bzw. geshorteten Werte besser als der Markt abzuschneiden. Davon bin ich √ľberzeugt und die ersten Wochen in denen die Strategie nun mit echtem Geld in der Praxis umgesetzt wird, verst√§rken meine Zuversicht zus√§tzlich.

Hier mal eine erste Performance-√úbersicht:

Erl√§uterung: Ich liege also Stand 9. April nach knapp einem Monat Laufzeit mit 1.463 Euro im Plus. Das ist nat√ľrlich nur eine Momentaufnahme.

Der DAX selber notiert aktuell bei 12.166 Punkten und damit sehr nahe seines Allzeit-Hochs. Selbiges liegt bei 12.219 Punkten und w√ľrde √ľbrigens am 16. M√§rz markiert, also exakt an dem Tag, an dem ich die obigen Werte gekauft bzw. geshortet habe. Der MDAX ist am Donnerstag auf ein neues Allzeit-Hoch ausgebrochen und hat auch exakt am Hoch geschlossen (21.368 Punkte).

Der TecDAX notiert dagegen noch rund zwei Prozent unterhalb des Allzeit-Hochs, w√§hrend der SDAX schon seit Anfang April Tag f√ľr Tag neue Hochs erzielt und im Vergleich zum 16.03. knapp drei Prozent h√∂her steht.

Insofern ist also in einem ganz kurzen Zeitfenster von knapp einen Monat genau das geschehen, womit ich eigentlich auch f√ľr die kommenden Jahre unter dem Strich rechne: Die deutschen Indizes sind seitw√§rts gelaufen.

Das Sch√∂ne an dieser Strategie ist ja aber gerade, dass ich mit dieser Prognose nicht richtig liegen muss: Egal ob der DAX in einem, zwei oder f√ľnf Jahren deutlich h√∂her oder deutlich tiefer steht als aktuell: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit dieser Strategie Geld verdiene, ist sehr hoch.

Dazu folgende Anmerkungen: Shorten kann ich nat√ľrlich nur die Werte, die mein Broker (Interactive Brokers) mir auch ausleiht. Im SDAX ist das nicht bei allen Titeln der Fall. So geh√∂ren hier eigentlich Zooplus und Amadeus Fire zu den Top-Performern. Beide sind aber bei Interactive Brokers nicht "shortable".

Stattdessen habe ich dann einfach die Top-Performer Nummer 6 und 7, GrenkeLeasing und Sixt, genommen. Es kann sein, dass zuk√ľnftig bestimmte geshortete Werte nicht mehr zur Leihe angeboten werden. Dann k√∂nnte ich gezwungen werden, zu verkaufen und stattdessen andere Werte zu shorten bzw. zu warten, bis die Aktien wieder "shortable" sind.

Der Plan ist, diese Werte alle f√ľr zun√§chst ein Jahr zu halten. Da bei den Shortpositionen theoretisch unendlich hohe Verluste m√∂glich sind, muss ich hier einen Verlustbegrenzungsmechanismus einbauen. Der sieht so aus, dass ich die Shortposition aufl√∂se, wenn die betreffende Aktie ausgehend von meinem Kaufkurs um 50 Prozent oder mehr gestiegen ist. Dann wird die Position sofort glattgestellt.

Umgekehrt m√∂chte ich Gewinne realisieren sobald eine Shortposition mit 50 Prozent im Plus liegt, sich der geshortete Wert also halbiert hat. Es handelt sich bei den betreffenden Aktien ja nicht um schlechte Firmen. Ganz im Gegenteil. Es geht nur darum, von einem zyklischen Abschwung bzw. einem R√ľckgang der teils exorbitant hohen Bewertungsniveaus zu profitieren.

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis: Dieser Artikel soll ausdr√ľcklich keine Aufforderung oder eine Animation dazu sein, diese Strategie selber nachzubilden. Speziell das Shorten von Aktien ist mit betr√§chtlichen Risiken verbunden (u.a. wie erw√§hnt tendenziell unbegrenzte Verluste) und Sie sollten nur dann Aktien leerverkaufen, wenn Sie mit den Risiken sehr gut vertraut sind und bereit sind, diese einzugehen (selbst wenn es sich um eine kombinierte Long-/Short-Strategie handelt).

Ein weiterer Hinweis: Nicht jeder Broker oder jede Bank bietet das Shorten von Aktien √ľberhaupt an und noch weniger tun dies √ľber einen l√§ngeren Zeitraum.

Bedenken sollten Sie auch, dass eventuell zur Auszahlung kommende Dividenden bei den geshorteten Aktien als Verluste zu Buche schlagen.

Und: Broker verlangen f√ľr das Verleihen der Aktien, die geshortet werden, Geb√ľhren. Diese sind bei Werten aus den gro√üen Indizes im Allgemeinen recht niedrig. Trotzdem ist es wichtig, die Kosten f√ľr jeden Wert zu checken.

Im Normalfall liegt die Rate bei "meinen" geshorteten Aktien bei 0,75 Prozent per anno, das ist verkraftbar. Allerdings gibt es z.B. bei Kuka mit 1,75 Prozent einen Ausrei√üer nach oben. Das d√ľrfte daran liegen, dass bei Kuka relativ viele Aktien leerverkauft sind. Wenn Aktien von Leerverk√§ufern besonders stark nachgefragt werden, steigen die Kosten f√ľr die Leihe. Auch beim Shorten gilt also: Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

In den USA gibt es aber auch Aktien mit extrem teuren Leihs√§tzen. Beim Software-on-a-Chip-Highflyer Ambarella (US-K√ľrzel AMBA; stellt das Innenleben von GoPro-Kameras) liegen die Kosten aktuell bei 18 Prozent per anno. Das ist enorm, genau wie die Short-Quote: Aktuell sind dort 8,12 Millionen oder knapp 27 Prozent aller Aktien leerverkauft.

√úbrigens: Den bisherigen Top-Performer unter den 42 im Depot vertretenen Aktien, Delticom (+542 Euro), bespreche ich im 2. Teil des heutigen Updates.

MEIN FAZIT:

Mit der Long-Short-Strategie haben Sie als erfahrene Anleger die Möglichkeit, quasi ihren eigenen Hedgefonds zu starten und unabhängig von der Richtung des Aktienmarktes Performance zu generieren.

Hintergrund ist die Problematik, dass am Aktienmarkt in den kommenden Jahren auf Grund der hohen Bewertungsniveaus eher unterdurchschnittliche Renditen zu erwarten sind und daher eine klassische Buy-and-Hold-Strategie nicht ratsam ist.

Ich halte den Zeitpunkt zum Start einer Long-Short-Strategie f√ľr fast optimal, weil einerseits viele Top-Performer der letzten Jahre bei extremen Bewertungsniveaus angekommen sind und andererseits viele der schwachen Performer komplett "aus der Mode sind" (Banken, Energieversorger, Rohstoffwerte). Das ist genau der N√§hrboden auf dem die Strategie gedeihen sollte.

Wichtig: Die Strategie ist nur f√ľr erfahrene Anleger geeignet, die mit den zus√§tzlichen Risiken von Short-Investments umgehen k√∂nnen und einen passenden Broker (ich empfehle www.interactivebrokers.de) haben, der Aktien zu attraktiven Konditionen dauerhaft zum Shorten verleiht.


Hinweispflicht nach §34b WpHG: Die Geldanlage-Report-Redaktion ist zum Zeitpunkt des Publikmachens des Artikels in allen genannten Aktien investiert. Es ist geplant alle Aktien langfristig (mindestens ein Jahr) zu halten. Insofern ist kein Interessenskonflikt vorhanden. Es kann jedoch passieren, dass es bei einzelnen geshorteten Aktien zu Zwangseindeckungen kommen wird. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage w√ľnscht
Armin Brack
Chef-Redakteur Geldanlage-Report
www.geldanlage-report.de

Der Geldanlage-Report erscheint wöchentlich und liefert ihnen hochwertige Tipps rund um die Themen Geldanlage und Trading. Sie erhalten konkrete Analysen zu Aktien, Rohstoffen und Zertifikaten. Jetzt gratis anmelden und die aktuelle Ausgabe lesen: http://www.geldanlage-report.de

Disclaimer und Haftungsausschluss
Der Geldanlage-Report (kurz GR) ist ein Informationsdienst f√ľr spekulativ orientierte Anleger, die zur Steigerung Ihrer Rendite nach hochprofitablen Anlagem√∂glichkeiten suchen. Der GR sieht dieses Potential nicht zuletzt Aktien, Hebel- und Turbo-Zertifikaten, sowie Optionsscheinen. Der GR stellt seinen Newsletter-Abonnenten die auf der Internetpr√§senz und im kostenlosen B√∂rsenbrief ver√∂ffentlichten Informationen zur Verf√ľgung. Diese umfassen die Beschreibung und Umsetzung einer erfolgreichen Handhabung von Aktien und Derivaten. Konkrete Handelsvorschl√§ge mittels Kauf- und Verkaufsempfehlungen werden nicht gegeben. Der GR erscheint einmal w√∂chentlich. Alle √ľbermittelten bzw. bereitgestellten Informationen geben die Meinung, Gedanken und Intuitionen der bei GR besch√§ftigten Autoren wieder und stellen insbesondere keine Beratung dar.

Sie sind keine Aufforderung zum Kauf- oder Verkauf von Wertpapieren. Eine Haftung f√ľr mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschl√§gen ist somit ausgeschlossen. Eine Garantie f√ľr die Vollst√§ndigkeit und Richtigkeit des Inhalts kann nicht √ľbernommen werden. Die in der Vergangenheit erzielten Gewinne sind keine Gew√§hr f√ľr die Zukunft. Keinesfalls sollten Sie anhand der Information unreflektiert Anlageentscheidungen treffen. Die von GR bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die eigene Recherche, sowie Beratung durch Ihre Hausbank oder einen Anlageberater. Zu der Natur von Anlageentscheidungen und damit zusammenh√§ngender Informationen geh√∂rt, dass sie auch falsch sein k√∂nnen.

Marktticker

Quotes by TradingView

Research

weitere Kolumnen & Analysen

Anzeigen

Charttechnischer Ausblick - DAX-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Indizes - Analysen - 03.04.2018
Der DAX-Future (FDAX) konnte in der letzten Handelswoche die aktuellen Jahrestiefs nur f√ľr kurze Zeit geringf√ľgig ausbauen und tendierte danach, wie angenommen, in Richtung 12.000 und folgend knapp √ľber den Widerstand von 12.100 Punkten. ... mehr

ETFs: Suche nach Alternativen

Börse Frankfurt - Indizes - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (B√∂rse Frankfurt). Der Start in den April ist an der B√∂rse gr√ľndlich misslungen: Vor Ostern war es noch nach oben gegangen, so kletterte der DAX am Gr√ľndonnerstag auf 12.096,73 Punkte. Am heutigen Dienstag sieht es vor dem Hintergrund schwacher US-B√∂rsen aber tiefrot aus, am Mittag notiert der DAX bei nur 11.962 Z√§hlern. Der sich versch√§rfende Handelsstreit zwischen den USA und China belastet: ... mehr

Euwax Trends: Nervosität nach Ostern: Verkaufsdruck bei Chip-Werten - Handelsstreit belastet den Aktienmarkt

Börse Stuttgart - Marktberichte - 03.04.2018
Die Kurse am deutschen Aktienmarkt rutschen nach Ostern erneut ab. So notiert der DAX aktuell bei 12.022 Punkten mit 0,6 Prozent im Minus. Das vorl√§ufige Tagestief wurde am Vormittag bei 11.913 Z√§hlern festgestellt. Nun ist also erneut die Marke von 12.000 Punkten, die der Leitindex erst am vergangenen Donnerstag zur√ľckerobert hatte, zeitweise nach unten durchbrochen worden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - S&P-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Indizes - Analysen - 03.04.2018
Der S&P-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche eine eher seitw√§rts tendierende Bewegung, mit der Marke von rund 2.660,00 Punkten als obere und dem Unterst√ľtzungsbereich 2.590,00 als untere Grenze. Geplante Verk√§ufe an Widerst√§nden hielten somit recht gute Trade-Szenarien bereit. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - Bund-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Bonds - Analysen - 03.04.2018
Ohne nennenswerte Anzeichen schob sich der Bund-Future in den vergangenen Handelstagen weiter nach oben und erreichte am Mittwoch das Wochenziel von knapp 159,75. Widerst√§nde in den aktuellen Kursbereichen stellten nur geringf√ľgige Hindernisse dar und konnten teilweise sauber durchsto√üen werden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - EUR/USD - 14. KW 2018

LYNX Broker - Forex - Analysen - 03.04.2018
Mit merklichem Momentum konnte sich der EUR/USD in der vergangenen Handelswoche √ľber die Hochs der vorletzten Handelswoche schieben, was zu interessanten Kaufchancen f√ľhrte. Mit dem Erreichen des Hochs von 1,2475 war der Aufw√§rtsmove jedoch wieder vorbei und der Wert fiel in die Schiebezone zwischen 1,2400 und 1,2250 zur√ľck. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX wieder unter Druck

Helaba Floor Research - Indizes - 03.04.2018
Aktienmarkt Am Donnerstag ging der DAX bei 12.096,72 Z√§hlern aus dem Handel. Dies entsprach einem Plus in H√∂he von 1,3 Prozent. Anleger nutzen das zuvor reduzierte Kursniveau zum Einstieg, wenngleich auch das Quartalsende (Stichwort: ‚Äúwindow dressing‚Äú) eine wesentliche Rolle gespielt haben d√ľrfte. ... mehr

Henkel ‚Äď den DAX langfristig geschlagen

LYNX Broker - Indizes - Aktien - 03.04.2018
Fundamentalbetrachtung der Henkel AG Die Die Henkel AG & Co. KGaA verf√ľgt den eigenen Angaben zufolge weltweit √ľber ein diversifiziertes Portfolio mit starken Marken, Innovationen und Technologien in seinen drei Unternehmensbereichen. Im st√§rksten Konzernsegment Adhesive Technologies ‚Äď dem Klebstoffbereich ‚Äď mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent gilt Henkel als globaler Marktf√ľhrer. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.57-160.07

Helaba Floor Research - Bonds - 03.04.2018
An den internationalen Finanzmärkten kehrte vorösterliche Ruhe ein. Nach einem von großer Verunsicherung und Nervosität geprägten Handelsverlauf standen im Handelsstreit der USA mit China die Zeichen auf Entspannung. Während der Ausverkauf an den Aktienbörsen zum Stillstand kam, legten auch festverzinsliche Papiere eine Verschnaufpause ein. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungsindikatoren im Fokus

Helaba Floor Research - Forex - 03.04.2018
statistDie verk√ľrzte Handelswoche startet mit den Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone. Vorabsch√§tzungen in Deutschland und Frankreich lassen auf nachlassende Stimmungsumfragen schlie√üen. Auch der schwelende Handelskonflikt mit den USA k√∂nnte negativen Einfluss auf die Stimmung der Einkaufsmanager aus√ľben. ... mehr

Ripple (XRP): Bärische Ostern belasten den Kurs

DailyFX - Marktberichte - Kryptowährungen - 03.04.2018
Der bankennahe Token ist nicht gut auf Ostern zu sprechen. √úber die Feiertage hatte der Kurs zeitweise rund 14 Prozent ausgehend von Freitag nachgegeben. Dar√ľber hinaus steht die 0,50-US-Dollar-Marke aktuell unter Beschuss. Die Osterfeiertage konnten den Ripple-Kurs nicht befl√ľgeln. ... mehr

DAX: Unsicherheiten bleiben bestehen

IG Markets Research - Marktberichte - 03.04.2018
03.04.2018 ‚Äď 07:15 Uhr (Werbemitteilung): US-Pr√§sident Donald Trump bleibt auch weiterhin ein Risikofaktor f√ľr die Finanzm√§rkte. Der drohende Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China d√ľrfte auch zu Beginn des zweiten Quartals das zentrale Thema sein. Vorb√∂rslich d√ľrfte der DAX mit deutlichen Kursabschl√§gen in die Woche starten. ... mehr

Neue ETFs: Dividendenstarke Aktien aus USA und weltweit

Börse Frankfurt - Trading Business - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Deutsche Asset Management erweitert das Angebot an Exchange Traded Funds auf Xetra und im Frankfurter Parketthandel. Mit den zwei neuen Aktien-ETFs erhalten Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite und soliden Finanzkennzahlen zu partizipieren. ... mehr

Neuer ETF: Inflationsgesch√ľtzte US TIPS

Börse Frankfurt - Trading Business - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Emittent iShares erweitert das Angebot an Renten-ETFs auf Xetra und an der Börse Frankfurt. Mit dem Rentenindex-ETF können Anleger an der Wertentwicklung von auf US-Dollar lautenden, inflationsindexierte Anleihen des US-Schatzamtes (US TIPS) partizipieren. ... mehr

Charttechnik: Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum

Formationstrader I H. Esnaashari - Forex - Kryptowährungen - 02.04.2018
Video-Chartanalyse Kryptow√§hrungen Der Bitcoin-Preis l√§uft eine untergeordnete Unterst√ľtzung an. Von hier aus hat Preis Stabilisierungspotential. ... mehr

Anzeigen